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Ingo Brosch: Alles klar, Herr Kommissar?

Ingo Brosch dürfte den meisten als Kommissar aus der RTL-Serie "Die Wache" bekannt sein. Sein größter Traum war es schon als Kind, auf der Bühne zu stehen.

Ingo Brosch, 35 und Schauspieler, stand in zahlreichen Theatern auf der Bühne, singt, macht Film und Fernsehen. Bekannt wurde er durch seine Rolle als Kommissar in "Die Wache". Außerdem ist er zu sehen als Arzt in "Hotel Elfi" und Liebhaber in "Die Biester".

Wann hatten Sie die Idee?

Schon als Kind habe ich es geliebt mich zu verkleiden, zu singen und zu tanzen, habe die von meiner Oma geknüpften läufer vom Parkett genommen, um besser zur Musik über den Boden rutschen, drehen und schweben zu können. Dann kam der Kirchenchor mit 14, dann das obligatorische Schultheater und da stand für mich fest: Dem Stern will ich folgen solange er mir leuchtet.

Wann wussten Sie, daraus wird etwas?

Ich habe mir immer so gewünscht, dass etwas daraus wird und ich auf der Bühne stehen kann. Als ich nach meiner Schauspielschulzeit mein erstes Engagement am Stadttheater Trier bekam, wusste ich nur, dass ich nun zwei Jahre die Chance habe alles zu geben und zu zeigen. Aber die Angst blieb immer, dass die anderen mein "Nichtkönnen" nur noch nicht gemerkt haben und dass bald der ganze Schwindel auffliegt und ich dastehe als ein Betrüger. Jetzt nach zehn Berufsjahren hat sich die Angst etwas gelegt. Etwas.

Wussten Sie immer, was sie in der Zukunft machen wollen?

Bis zu meiner ersten Schultheater-Erfahrung wollte ich Lehrer oder Chemiker werden oder mit Kindern arbeiten. Erst danach konkretisierte sich mein Berufswunsch.

Gab es Stolpersteine auf dem Weg?

Na klar. Immer wieder. Immer noch. Und zwar immer dann, wenn ich gerne ein bestimmtes Stück oder eine bestimmte Rolle spielen möchte aber der Regisseur oder Redakteur oder Senderchef oder, oder, oder..., mich in der Rolle nicht sieht. Mich zu alt, zu jung, zu grau, zu dünn, zu dick, zu groß oder zu klein finden.

Was soll man tun, um sein Ziel zu erreichen?

In einem Gespräch über genau dieses Thema sagte eine Kollegin letztens: Einfach das Ziel genau feststellen und drauf zugehen. Es wird anstrengend werden, aber wenn es wirklich das richtige Ziel ist, wird man die Anstrengung als solche nicht wahrnehmen. Wenn man allerdings die Anstregung als solche wahrnimmt, sollte man sein Ziel immer wieder überprüfen und auch ein neues Ziel nicht ausschließen.

Sind sie schon einmal dem falschen Stern gefolgt?

Sicherlich. Sowohl privat als auch beruflich. Aber dass der Stern ein falscher war, habe ich nur in dem Moment der Erkenntnis gedacht. Im Nachhinein war dieser Stern nur ein Schritt zur Seite ohne den ich nicht nach vorn gekommen wäre. Man bin ich gerade philosophisch...

Hatten Sie ein echtes Erlebnis mit einem Stern?

Über ein schönes "Sommernachts-Sternschnuppen-Sehen" ging das "echte Erlebnis" nicht hinaus. Aber das ist immer wieder toll.

Worauf sind Sie nicht stolz?

Meine zu mir gehörende Unordentlichkeit.

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