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BMW 1er 2020: Frontansicht

BMW bringt seinen neuen 1er BMW und schwört damit ein Stück mehr dem Hinterradantrieb ab. In dieser Klasse dürfte das jedoch niemanden stören.

BMW 118d

BMW 118d

Als BMW im Jahre 2004 mit der ersten Generation des BMW 1ers einen betont sportlichen Konkurrenten zu VW Golf, Mercedes A-Klasse und Audi A3 auf den Markt brachte, tönten die zahllosen Vorteile des Hinterradantriebs von allen Seiten auf einen ein. Einen Vorwurf mag man Technikern und Marketingstrategen der Bayern rückwirkend nicht machen, denn der kleinste BMW hatte weniger Platzangebot als die Konkurrenz und teurer war er zudem. Das besondere war der Hinterradantrieb, der die fahrdynamischen Vorteile klassenuntypisch in den Vordergrund rückte und ganz nebenbei kraftvolle Reihentriebwerke mit vier und sechs Zylindern bot. Die Konkurrenz hatte wenig entgegenzusetzen; verkaufte jedoch zumeist deutlich erfolgreicher.

Frontansicht
BMW 118d

BMW 118d

Mittlerweile sind die Zeiten vorbei, als BMW sich in erster Linie durch sahnige Reihensechszylinder in die Köpfe der Kunden fahren konnte. Die leistungsstärkeren Modelle haben mittlerweile ohnehin Allradantrieb und die Plattformstrategie lässt den kommenden 1er BMW erstmals auf eine neue Basis setzen. Zukünftig sind die Motoren quer eingebaut, sechs Zylinder im Einstiegssegment vergessen und dafür gibt es mit neuem Fokus mehr Platz im Innern. Kaum anzunehmen, dass ein Aufschrei durch die Fangemeinde der BMW 1er gehen wird, denn die meistverkauften Versionen waren die alles andere als leistungsstarken Modelle wie der 118i oder der 118d. Fahrdynamik interessiert in dieser Leistungsklasse allenfalls am Rande und so werden es die meisten Interessenten wohlwollend zu Kenntnis nehmen, dass es einen neuen BMW 1er gibt, der schicker aussieht, trotz zwei Zentimetern weniger Radstand mehr Platz (3,3 cm mehr Beinfreiheit) bietet und der Einstieg in den Fond deutlich erleichtert wurde. Der Kofferraum schluckt zwischen 380 und 1.200 Litern. Hauptmärkte für den BMW 1er sind Deutschland und Großbritannien, die gemeinsam fast die Hälfte aller Verkäufe ausmachen. Der Rest der Verkäufe findet abgesehen von der Türkei und Korea ebenfalls in Europa statt.

An den generellen Proportionen hat sich wenig geändert. Der 4,32 Meter lange 1er wirkt jedoch vorne deutlich flacher und die Seitenlinie steigt steiler zum Heck hin an. In Breite (jetzt 1,80 m) und Höhe (1,43 m) hat der Neuling aus Leipzig etwas dazugewonnen. Nicht nur die Sportversionen mit geändertem Grill und entsprechenden Schürzen können sich sehen lassen. Doch auch der normale Karosseriekit macht an einem Modell wie dem erwarteten Volumendoppel aus BMW 118i / 118d einen gefälligen Eindruck. Sechs Zylinder gehören aufgrund des Motorquereinbaus der Vergangenheit an und gibt es zukünftig nur noch aufgeladene Drei- und Vierzylinder. Basismodell ist der mindestens 28.200 Euro teure BMW 118, der von einem 1,5 Liter großen Dreizylinder mit 103 kW / 140 PS befeuert wird. Der kleinste Diesel ist der 116 mit ebenfalls nur drei Brennkammern und überschaubaren 85 kW / 116 PS. Als Vierzylinder sind zum Marktstart im September die 1er-Modelle 118d (150 PS, 32.400 Euro), 120d xDrive (190 PS, 38.400 Euro) und M135i xDrive (225 kW / 306 PS, 48.900 Euro) im Programm. Der Normverbrauch liegt bei 3,8 bis 6,8 Litern.

Bei der Serienausstattung bleibt der neue 1er BMW blass, denn Selbstverständlichkeiten wie LED-Scheinwerfer, 17-Zöller oder Navigationssystem gibt es weiterhin nur gegen Aufpreis. Erstmals zu bekommen und absolut praktisch: auf Wunsch gibt es das bayrische Kompaktklassemodell mit einer elektrischen Heckklappe, einem Head-Up-Display oder einem Panoramadach. Displays und Bedienmodule stammen weitgehend vom großen Bruder, dem gerade auf den Markt gerollten 3er BMW. Je nach Motor ist der neue BMW 1er mit drei Getrieben zu bekommen. Neben der Sechsgang-Handschaltung, mit der insbesondere die Basismodelle unterwegs sind, gibt es für die stärkeren Modelle Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe oder eine Achtstufenautomatik für die drehmomentstarken Versionen. Vom BMW 3er hat sich der Fronttriebler auch die verschiedenen Fahrerassistenzsysteme entliehen, die einen bei der Fahrt oder dem Parken unterstützen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.