HOME

BMW 7er Modellpflege: Nierenleiden

Die neue Mercedes S-Klasse kündigt sich langsam an. Die Schwaben wollen mit ihrem Aushängeschild ab Frühjahr 2020 einmal mehr dem Maßstab in der Luxusklasse setzen. Das will BMW mit der Modellpflege seines 7ers kontern.

BMW 7er Jahrgang 2019 - auch hinten wurde nachgeschärft

BMW 7er Jahrgang 2019 - auch hinten wurde nachgeschärft

An diese Niere muss man sich erst einmal gewöhnen. Der zum kommenden Frühjahr aufgefrischte 7er BMW hat sich bei der Front am neuen SUV-Topmodell X7 orientiert. Die charakterspendende Niere ist nunmehr um 40 Prozent größer als beim bisherigen Modell, das einen etwas blassen, aber sehr schicken Eindruck machte. Ansonsten hat sich die Optik durch die Modellpflege kaum verändert. Doch das neue Gesicht nebst geschärftem LED-Blick - das ist mal ein selbstbewusster Auftritt, der nicht jedem gefallen dürfte. Markant ist nicht nur die größere Niere, sondern auch der Höhenzuwachs von fünf Zentimetern - mehr als das. So mächtig sich die neue Front beim Aushängeschild der Marke in den Rückspiegel der vorausfahrenden Fahrzeuge brennt, so dezent fällt der Heckabschluss aus. Die LED-Rückleuchten sind deutlich schmaler und technischer als bisher gearbeitet. Zudem springen auch die Münchner auf den Trend auf, die beiden Rückleuchten über einen schmalen roten Steg miteinander zu verbinden. Innen gibt es abgesehen von neuen Instrumenten keine nennenswerten Veränderungen. Der von einigen gewünschte größere Multifunktionsbildschirm in der Mitte der Armaturentafel bleibt so wie er ist. Neu sind allein die beiden 10-Zoll-Bildschirme vor den Rücksitzen, die sich nun deutlich praktischer per Touch bedienen lassen.

Nierenleiden
BMW 7er Jahrgang 2019 - auch hinten wurde nachgeschärft

BMW 7er Jahrgang 2019 - auch hinten wurde nachgeschärft

Auffälliger sind die Veränderungen bei den Motoren. Der bisherige V12-Motor des BMW M 760 Li xDrive muss zur großen Überraschung vieler BMW-Fans einen nennenswerten Leistungsverlust hinnehmen. Statt der bisherigen 610 PS und 800 Nm bietet der Dutzendzylinder mit seinen imposanten 6,6 Litern Hubraum nur noch 430 kW / 585 PS. Der Grund liegt im Benzinpartikelfilter, der die Münchner Ingenieure leistungsmäßig wohl nicht ausgleichen konnten. Da werden sich viele überlegen, ob sie sich nicht gleich für den kleineren BMW 750i / 750Li entscheiden, der obligatorisch ebenfalls mit Allradantrieb unterwegs ist und eine Leistungsspritze um üppige 80 PS bekam. Der doppelt aufgeladene 4,4-Liter-V8 leistet nunmehr 390 kW / 530 PS und verbraucht mit 9,5 Litern rund drei Liter weniger als der V12.

Deutlich attraktiver ist die Plug-In-Hybrid-Variante geworden. Der bisherige Vierzylinder im BMW 740e / 740Le PHEV machte alles andere als einen souveränen Eindruck und passte nicht in eine Luxuslimousine wie den BMW 7er. Das neue Modell des 745e ist standesgemäßer und deutlich stärker mit einem aufgeladenen Reihensechszylinder unterwegs, der an einen Elektromotor gekoppelt ist. Der Gesamtleistung von 290 kW / 394 PS steht einem Normverbrauch von 2,1 Litern gegenüber. Die rein elektrische Reichweite ist mit maximal 58 Kilometern jedoch weiterhin überschaubar. Die wohl interessanteste Motorisierung bleibt für viele in Europa wohl der weithin unveränderte BMW 750d, der mit seinem vierfach aufgeladenen Reihensechszylinder unverändert 294 / 400 PS leistet und bei aller Sportlichkeit gerade einmal 5,8 Liter Diesel verbraucht. Auf einem ähnlichen Niveau liegen die Verbräuche der beiden schwächeren Selbstzünder 730d / 740d mit 265 bzw. 320 PS, die wie die anderen Modelle wohl mit normalem als auch mit verlängerten Radstand und einer Gesamtlänge von 5,26 Metern verfügbar sind.

Neu im BMW 7er ist neben den geänderten Instrumenten das Bediensystem, das sich ab sofort auch mit natürlichen Sprachbefehlen steuern lässt. Mit ihm lassen sich unter anderem auch ein Relax-Programm mit bedarfsgerecht zusammengestellten Funktionen von Licht, Klimaanlage, Duft, Sitzmassage, Abschattung, Sitzheizung oder Sitzbelüftung aktivieren.

pressinform

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.