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BMW M2 Competition: Wieselflink

BMW M hat den Zweier ins Fitnessstudio geschickt. Herausgekommen ist das Competition Modell, das bei der Fahrdynamik überzeugt. Wen stört da, dass auf schlechten Straßen der Preis für die Sportlichkeit bezahlt werden muss?

Der BMW M2 Competition steht ab September beim Händler

Der BMW M2 Competition steht ab September beim Händler

So ganz haben sie bei BMW M den klassischen Werten, die die Sportdivision des Münchner Autobauers groß gemacht haben, noch nicht abgeschworen. Der BMW M2 Competition ist ein klassischer Hecktriebler - ohne wenn und aber. Dazu kommt noch ein aufgeladener Reihensechszylinder, der vom großen Bruder M3 stammt, 302 kW / 410 PS und ein maximales Drehmoment von 550 Newtonmetern leistet, das bei 2.350 U/min parat steht. Das alles gibt es bei einem Gewicht von 1.550 Kilogramm. Das sind die Zutaten, aus denen seit je her ein klassischer BMW M gemacht ist. Bei dieser Rezeptur sind die Erwartungen an die Fahrdynamik natürlich hoch.

Wieselflink
Der BMW M2 Competition steht ab September beim Händler

Der BMW M2 Competition steht ab September beim Händler

Und sie werden erfüllt: Der BMW M2 Competition schlägt sich auf engen Kurvenpassagen prächtig. Mit der präzisen, aber für ein M-Modell nicht übermäßig auskunftsfreudigen Lenkung lässt sich der kompakte Münchner exakt um die Ecken dirigieren. Der steifere Vorderwagen mit zwei Streben, der ebenso, wie das Fahrwerk vom M3 stammt, lenkt dabei freudig ein und die Vorderachse sorgt über die 245er-Pneus für genügend Traktion. In der Kurve meldet sich dann das Heck zu Wort. Das bleibt immer beherrschbar und meldet fast schon höflich an, wenn man langsam an die Grenzen der Fahrphysik stößt. An der Hinterachse hilft ein elektrisch gesteuertes Differential, dessen Sperrwirkung von null bis 100 Prozent voll variabel ist und so auf verschiedene Fahrsituationen reagieren kann. Untermalt wird das ganze von einem etwas dezenteren Trommelwirbel des Sechszylinder-Triebwerks, als man es bisher gewöhnt war.

Nachdem Mercedes begonnen hat, in seine AMG-Modelle einen Drift-Modus zu integrieren, lässt sich BMW natürlich nicht lumpen und hat so auch beim M2 das MDM-Fahrprogramm in petto. Entsprechend aktiviert hält sich die Traktionskontrolle an der Hinterachse zurück und das Heck keilt gerne aus, ohne das ESP ganz zu deaktivieren. Bei den Bremsen hat BMW ebenfalls noch einmal eine Schippe draufgelegt und dem Kompaktsportler größere Bremsscheiben verpasst - vorne sind es 400 Millimeter und hinten 380 Millimeter. Sowohl die präzise Handschaltung als auch das schnell agierende Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe passen gut zu dem wieselflinken BMW M2 Competition. Die Kehrseite der Dynamik-Medaille offenbart sich allerdings, wenn man auf sehr schlechten Straßen unterwegs ist. Dann schaffen es die Dämpfer selbst im Komfortmodus nicht, die Bodenunebenheit restlos auszubügeln und das straffe Fahrwerk reicht den Zustand des Asphalts unmittelbar an die Insassen weiter.

Im gestreckten Galopp ist der potente kleine BMW nicht zu verachten: Nach 4,2 Sekunden sind 100 km/h erreicht und weiter geht es bis 280 km/h - da kommt man auch Autobahnetappen schnell voran. Allerdings muss man dann doch hin und wieder an die Tankstelle. Denn: Sobald man den BMW M2 Competition gebührend bewegt, dürfte der Normverbrauch von neun Litern pro 100 Kilometern nennenswertes übertroffen werden und bei einem Tankinhalt von 52 Litern sind Boxenstopps öfter als gewünscht nötig. Das Interieur bietet das übliche BMW-Wohnerlebnis: einen freistehenden Monitor mit der aktuellen Kachel-Infotainmentoptik und einem Lenkrad mit zwei Direktwahltasten, mit denen individuell konfigurierte Fahrzeugkonfigurationen abgerufen werden können. Für mindestens 61.900 Euro bekommt man ab September jetzt auch adaptive LED-Scheinwerfer und Parksensoren vorne. Der Fahrspaß ist ohnehin an Bord.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.