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Fahrbericht: Mazda CX-3 Skyactiv-G 121 FWD: Update auf japanisch

Mit leichten Modifikationen geht Mazdas kompakter SUV CX3- ins neue Modelljahr. Optimierungen gab es vor allem unter der Haube. Und: Kein Handbremmshebel drückt mehr auf den Oberschenkel.

Der Mazda CX-3 hat seine Abmessungen nicht verändert

Der Mazda CX-3 hat seine Abmessungen nicht verändert

Von "Facelift" mag man auch bei Mazda nicht reden - eher von "Modifikationen". Die Japaner aus Hiroshima haben an ihrem kleinen SUV für das Modelljahr 2019 ein wenig das Design geschärft, den Innenraum etwas aufgeräumt, die Assistenzsysteme und die Konnektivität verbessert sowie die Motoren überarbeitet.

Update auf japanisch
Der Mazda CX-3 hat seine Abmessungen nicht verändert

Der Mazda CX-3 hat seine Abmessungen nicht verändert

Entsprechend muss man suchen, um die Veränderungen am Außendesign zu finden. Mit 4.275 mm Länge, 1.765 mm Breite und 1.535 mm Höhe sind die Dimensionen des kleinen Bruders vom CX-5 gleich geblieben. Der große Kühlergrill vor der langen Motorhaube hat eine neue Struktur bekommen, die Nebelleuchten wurden verändert, je nach Ausstattungslinie sorgen schwarz glänzende A-, B- und C-Säulen für eine flüssigere Seitenlinie und in die Radkästen haben neue 18-Zoll-Felgen Einzug gehalten. Ab der "Exclusive Line"-Ausstattungslinie gibt es neu gestaltete LED-Nebelscheinwerfer und -Rückleuchten. Optional bietet Mazda für den CX-3 ein Lichtsystem mit Matrix-Licht.

Innen fällt schnell auf, dass der Handbremshebel an der Mittelkonsole fehlt, der bislang Knie und Oberschenkel immer irgendwie im Weg war: Der CX-3 hat nun eine elektrische Feststellbremse. Entsprechend neu gestaltet wurde die Mittelkonsole zwischen Fahrer und Beifahrer. Vorne hat es reichlich Platz für einen Kompakt-SUV. Die Sitze sind vielfältig verstellbar, das Lenkrad in Tiefe und Neigung. Die Sitze selbst sind straff und bieten guten Seitenhalt. Anders sieht es in der zweiten Reihe aus. Wirklich viel Beinfreiheit ist da nur, wenn die Vordersitze von großen Passagieren nicht ganz nach hinten geschoben werden. Sonst taugt die Rücksitzbank allenfalls für Kleinkinder und ein paar Einkaufstaschen. Für letztere ist auch im Laderaum genügend Platz: Mit 350 bis 1.260 Liter Stauraum liegt der CX-3 mit den meisten seiner Mitbewerber auf ähnlicher Höhe. Die Instrumente liegen gut im Blickfeld, optional gibt es ein Headup-System, das allerdings nicht auf die Frontscheibe selbst projizierte, sondern auf eine kleine Plastikscheibe im Sichtfeld des Fahrers.

Überarbeitet wurden alle beiden angebotenen Motoren. Der Diesel ist von 1,5 auf 1,8 Liter Hubraum vergrößert worden und leistet nun 85 kW/115 PS. Durch eine Reihe technischer Veränderungen wurde er sauberer und leiser als sein Vorgänger. Um die Abgasbestimmung Euro 6d-TEMP zu erfüllen kommt er ohne SCR-Abgassystem aus und damit ohne das lästige Nachfüllen von Harnstofflösung.

Auch der Benziner schafft selbst ohne Partikelfilter Euro 6d-TEMP und wird in zwei Leistungsstufen angeboten. Der "kleinere" kommt auf 89 kW/121 PS und 207 Nm maximales Drehmoment, die allerdings erst ab 2.800 U/min. anliegen. Das macht ihn im realen Fahrbetrieb eher unangenehm: Um halbwegs zügig voran zu kommen, muss man ihn schon treten - schaltfaul fahren ist nicht, man rührt ständig in der 6-Gang-Handschaltung. Überholen überlegt man sich zweimal - einfach so Gas geben und wusch, vorbei funktioniert nicht. Auch am Berg sollte man mindestens in den vierten, besser den dritten Gang herunter schalten, um den CX-3 ans Kraxeln zu bringen. Ärgerlicher Nebeneffekt: Das forsche Gasgeben steigert auch den Verbrauch. Der Buchwert von 6,6 Liter nach der neuen WLTP-Methode ist dann eher eine Wunschvorgabe: Auf der kurvigen und bergigen Teststrecke in Andalusien hatte der CX-3 wenig Mühe auf einen Durchschnittswert von 8,9 Liter zu kommen. Da hilft dann auch die gute Start-Stopp-Automatik nicht wirklich weiter. Der Benziner mit der zweiten Leistungsstufen von 110 kW/150 PS ist da trotz gleichem Drehmoment die nervenschonendere Wahl. Die Motoren sind je nach Ausstattungsvariante mit 6-Gang-Handschaltung oder sechsstufigen Automatik zu haben, ebenso abhängig von Ausstattung und Motorisierung ist die Option eines Allradantriebes.

Verbessert hat Mazda auch das Fahrwerk. Nach wie vor ist der kleine SUV allerdings relativ hart abgestimmt und poltert auf ruppigen Straßen gelegentlich schon mal höchst unwillig. Die Lenkung dagegen passt perfekt: Nicht zu leicht- und nicht zu schwergängig, präzise und mit guter Rückmeldung von der Straße.

Drauf gelegt hat Mazda beim überarbeiteten CX-3 in Sachen Assistenzsysteme und dem, was man heute so schön "Konnektivität" nennt. Das hauseigene System "MZD Connect" bietet Zugriff auf eine Vielzahl von Funktionen und Dienstleistungen aus dem Internet, dazu kommt jetzt noch die Option, sein Smartphone über Apple CarPlay oder Android Auto in die Bordelektronik einzubinden. Bei den Assistenzsystemen dazu gekommen ist - in Verbindung mit der Automatik - ein Stauassistent. Der City-Notbremsassistent arbeitet jetzt bis zu einer Geschwindigkeit von 80 km/h.

Wenig geändert hat sich auch bei den Preisen. Das Einstiegsmodell mit 121-PS-Benziner ist wie gehabt ab 17.990 Euro zu bekommen. Zumindest bei den festen Ausstattungspaketen liegt die Obergrenze beim 115-PS-Allraddiesel und 28..080 Euro.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
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