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Letzter Platz Tesla Model 3 schneidet bei ADAC-Test am schlechtesten ab: "großes Sicherheitsrisiko"

Ein Mann sitzt am Steuer eines Tesla-Autos und bedient den Touchscreen
Die Probanden des ADAC-Tests wurden mit Eye-Tracking-Hard- sowie Software begleitet. Das Tesla Model 3 konnte allerdings nicht überzeugen.
© ADAC
Das Tesla Model 3 hat bei einem aktuellen ADAC-Test am schlechtesten abgeschnitten. Demnach stellt die Fahrzeugbedienung ein "großes Sicherheitsrisiko" dar. Das liegt vor allem an der umfassenden Steuerung über den Touchscreen.

Bei der Fahrzeugbedienung hat das Tesla Model 3 noch deutlichen Verbesserungsbedarf, wie ein aktueller ADAC-Test in Kooperation mit der Hochschule Augsburg zeigt. 24 Probanden mussten während der Fahrt mit sechs verschiedenen Fahrzeugen der Kompakt- und Mittelklasse sicherheitsrelevante Bedienaufgaben sowie die Steuerung etwa von Navigationssystem, Radio und Klimatisierung erledigen. Erstere waren dabei am stärksten gewichtet.

Das Tesla Model 3 erhielt bei dem Test die Bewertung "ausreichend" und belegte den letzten Platz. Das Mittelklassefahrzeug schnitt mit der Steuerung seines Infotainmentsystems zwar am besten ab, doch die Bedienung sämtlicher Funktionen – auch die sicherheitsrelevanten (wie zum Beispiel das Fahrlicht) – erfolgt ausschließlich über den Touchscreen. Und das führe zu den mit Abstand längsten Bedien- und Ablenkungszeiten. Dem Automobilclub zufolge liegt ein großes Sicherheitsrisiko vor. Die Sprachsteuerung wurde nicht getestet.

Mazda 3 und 1er-BMW auf ersten Plätzen

Die Mercedes A-Klasse schaffte es lediglich auf den fünften Platz. Denn ihr Infotainment sei aufgrund des Touchpads "recht schwer" zu bedienen. Der VW Golf und der Dacia Duster landeten auf den mittleren Plätzen. Bei beiden Fahrzeugen wird das Infotainmentsystem mittels Touchscreen und die sicherheitsrelevanten Funktionen per separater Bedienelemente gesteuert. Als "umständlich" bewertete der ADAC die Bedienung der Klimaanlage beim VW Golf, welche weitgehend über den Touchscreen erfolgt.

Der Mazda 3 und der 1er-BMW schnitten mit "gut" am besten ab – Gesamtnote 1,9 bzw. 2,1. Bei dem controllerbasierten Bediensystem sah der Automobilclub ein Nachteil in der Steuerung des Infotainmentsystems, weil die Eingabe länger dauere. Die intuitive Bedienung der sicherheitsrelevanten Fahrfunktionen und eine separate Bedieneinheit der Klimaanlage brachten beiden Fahrzeugen in dem Kriterium allerdings ein "sehr gut" ein.

Tesla Model 3: Sicherheitsrelevante Funktionen sollten sich separat steuern lassen

"Grundsätzlich sollten sich sicherheitsrelevante oder häufig genutzte Funktionen unbedingt über ein separates Bedienelement steuern lassen", so der ADAC. Für die grundlegenden Funktionen sollte es eine standardisierte Bedienung geben.

Außerdem sollte die Taste für die Warnblinkanlage beispielsweise zentral auf dem Armaturenbrett zu finden sein und nicht wie beim Tesla am Dachhimmel. Für die Bedienung des Infotainmentsystems sorgt der Touchscreen weniger für Ablenkung als der Controller, heißt es vom Automobilclub.

Quelle: ADAC

nk

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