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Kia Ceed Sportswagon 1.6 CRDi: Jedermann

Der Kia Ceed Sportswagon spielt alle Trümpfe eines Kombis aus und eignet sich mit dem Diesel auch prächtig als Familienmobil.

Das Heck gefällt

Das Heck gefällt

Der Kia Ceed Sportswagon hat keinen einfachen Stand. Auf der einen Seite räumt der fünftürige Bruder die Hälfte aller Kunden ab, die sich für den koreanischen Golf-Gegner entscheiden, dann lauert ab nächstem Jahr noch der Kia Pro Ceed GT und will das lifestyleorientierte Klientel ansprechen. "Der Shooting Brake ist das flachste Auto im Segment", freut sich Produktmanager Steffen Michulski auf den Newcomer und verweist stolz auf das dennoch opulente Kofferraumvolumen von 594 Liter - nur 31 Liter weniger als beim Kombi. Warum sich also noch für den Sportswagon entscheiden? Ein wichtiger Grund ist die maximale Ladekapazität von 1.694 Litern bei umgelegten Rückbanklehnen. Die Tatsache, dass das Dach nicht derart abfällt, wie beim Verwandten und die vielen Ablagen machen den Kombi nach wie vor zum Familienfreund. Zudem kann sich der SW durchaus sehen lassen.

Jedermann
Das Heck gefällt

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Praktische Details, wie die tiefere Ladekante, die Ablagen unter dem Ladeboden, die hochaufschwingende elektrische Heckklappe und das Trennnetz, das auch hinter die Vordersitze montiert werden kann, helfen im Alltag. Auch wenn das Jedermann-Mobil im Vergleich zum Vorgänger um 9,5 Zentimeter in der Länge bei identischem Radstand zugelegt hat, kommt der Größenzuwachs nicht überall an. Im Fond gibt es zwar genug Kopffreiheit, aber um die Knie herum wird es enger, als bei Konkurrenten wie den Skoda Scala, der zudem noch um 24 cm kürzer ist. Vorne sieht die Welt schon ganz anders aus. Platz ist genug, die Sitze sind bequem, wenn auch die Beinauflage eine Idee länger sein könnte. Daher ist eine gute Sitzposition sehr schnell gefunden und das Lenkrad liegt vernünftig in der Hand. Allerdings braucht es eine Weile, ehe man sich mit den ganzen Knöpfen in den Speichen des Volants zurechtgefunden hat. Ansonsten ist die Bedienung mithilfe des acht Zoll Touchscreens eingängig. Das Smartphone ist via Apple CarPlay und Google Auto schnell eingebunden und lässt sich auch induktiv laden.

Bei den Assistenzsystemen braucht sich der koreanische Familienlaster nicht hinter seinen Konkurrenten aus Wolfsburg oder Tschechien verstecken: Unter anderem sind Toterwinkel-, Spurwinkelassistent und Querverkehrswarner vorhanden. Auch einen Stauassistenten, der bei einem Geschwindigkeitsfenster zwischen null und 180 km/h aktiv ist, hat der Kia an Bord. Damit schafft der Kombi autonomes Fahren des Levels zwei - eine Europapremiere für den asiatischen Autobauer. Allerdings gibt es diese Robo-Funktion nur in Verbindung mit dem Doppelkupplungsgetriebe.

Dennoch passt leichtgängige das Sechsgang-Handschaltungsgetriebe gut zum 1.6 CRDi mit seinen 100 kW / 136 PS. Der Selbstzünder ist zwar kein Kraftprotz kommt aber mit dem 1.556 Kilogramm schweren SW locker zurecht. In 10,8 Sekunden ist die 100 km/h Marke erreicht und es geht weiter bis 200 km/h. Den Durchschnittsverbrauch geben die Koreaner mit 4,3 Liter pro 100 Kilometer an. Dank des maximalen Drehmoments von 280 Newtonmetern, das bereits bei 1.500 U/min parat steht, geht es im Kia Ceed SW auch entspannt und schaltfaul voran. Der Motor hält sich akustisch bei höheren Geschwindigkeiten vornehm zurück, dass man nur die Windgeräusche wahrnimmt, lediglich auf hohe Drehzahlen reagiert der Vierzylinder knurrig und obenrum geht ihm die Luft aus.

Bei langen Autobahnetappen überwiegen ganz eindeutig die Stärken des Kombis: Der SW ist komfortabel abgestimmt und kommt mit schlechten Straßenoberflächen gut klar. Lediglich bei langen Wellen ist ein Nachschwingen der Karosserie festzustellen. Die Lenkung ist recht stramm, aber nicht zwingend sportlich direkt. Das würde auch nicht zu dem Kia Ceed Sportswagon passen. Bleibt nur noch der Preis: Der koreanische Familienlaster kostet mit der gefahrenen Motorisierung mindestens 24.990 Euro.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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