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Kühlerfiguren: Kult auf der Haube

Seit vielen Jahren sind Kühlerfiguren nahezu vollständig aus dem Straßenverkehr verbannt worden. Nur wenigen Marken wagen sich heute noch, sie auf die Front zu schnallen. Bei alten Modellen sah das noch anders aus.

Armstrong Siddeley Sapphire 346

Armstrong Siddeley Sapphire 346

Eine Kühlerfigur ist schon etwas Feines. Dem einen dient sie als ständiger Begleiter im Großstadtdschungel. Dem anderen als pures Statussymbol und wieder andere nutzen sie ganz pragmatisch als Rangierunterstützung. Im Grunde ist eine Kühlerfigur jedoch als nichts anderes geplant gewesen, als eine Art und Weise das Markenlogo in möglichst auffällig und prominent darzustellen. Auf Grund stetig steigender Sicherheitsauflagen in puncto Fußgängerschutz wurden die meisten der kleinen oder auch großen Gebilde von der Front verbannt. Nur wenige Hersteller haben einen Weg gefunden, sowohl die Marketing- als auch die Sicherheitsbarrieren einzuhalten und gleichzeitig die Front mit dem dreidimensionalen Logo zu schmücken.

Kult auf der Haube
Armstrong Siddeley Sapphire 346

Armstrong Siddeley Sapphire 346

Rolls-Royce-Fahrer wissen seit 1911, dass es kaum etwas Schöneres gibt, als im nahezu geräuschlosen Cockpit eines luxuriösen Briten durch den Stadtverkehr zu gleiten und der wunderschönen Spirit of Ecstasy auf ihr Hinterteil zu schauen. Dass sie sowohl stehend als auch kniend seinen Fahrer durch den Verkehrsdschungel pilotiert, spielt dabei ausnahmsweise mal keine Rolle. Schade ist eigentlich nur, dass sie aus Sicherheitsgründen stetig an Größe eingebüßt hat.

Und auch die bei der Marke mit einer der berühmtesten Kühlerfiguren der Welt haben sich die Zeiten geändert. Denn anders als noch vor wenigen Jahren ist nun die S-Klasse inklusive dessen Topversion Maybach das einzige Modell aus dem Hause Mercedes-Benz mit dem legendären Stern über dem Grill. Ebenso luxuriös, wenngleich auch der Anspruch noch luxuriöser als Mercedes sein zu wollen über dem Markennamen schwebt, ist Bentley. Allerdings ist das Flying B nur noch ganz selten auf einem sportlichen Briten zu sehen. Die knapp zehn Zentimeter hohe und breite Figur ist auf Grund immer strengerer Sicherheitsauflagen nahezu komplett verschwunden.

Dass eine Kühlerfigur nicht nur einen Buchstaben, einen Menschen oder einen Stern darstellen muss, ist besonders an alten, und vor allem an amerikanischen Modellen zu sehen. So zieren Adler, Schwäne, Windhunde oder auch Gazellen die Hauben eines American Underslung, Chrysler, Lincoln oder Packard. Fast schon futuristisch, aber perfekt zum Namen passend verhält es sich mit dem Modell Armstrong Siddeley Sapphire 346. Die in Fahrtrichtung blickende Sphinx-Figur verfügt über Tragflächen mit kleinen Strahltriebwerken vom Typ Sapphire. Zu den ausgefallensten Kühlerfiguren zählt die des La Bestioni Beast 1919. Eine böse dreinschauende Koboldfratze geht in eine, sich am Kühler festhaltende Kralle über. Dass die Figur rote Augen hat, fällt auf Grund des ungewöhnlichen Gesamteindrucks kaum noch ins Gewicht.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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