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Twitter-Thread Müllmann beschwert sich über Autofahrer: "Täglich mindestens eine gefährliche Situation"

Müllmann wirft Müllsäcke ins Fahrzeug
Der Müllmann und sein Fahrer bilden normalerweise ein eingespieltes Team
© PeopleImages / Getty Images
Tag für Tag transportieren Müllmänner den Abfall der Mitmenschen ab – und geraten dabei oft im Straßenverkehr in Gefahr. Einer von ihnen hat auf Twitter aus seinem Berufsalltag erzählt.

Tag für Tag kümmern sich Müllmänner und -frauen darum, den Abfall der Bürger einzusammeln und zu entsorgen. Kein einfacher Job, müssen sich die Mitarbeiter der Müllabfuhr doch bei jedem Wetter und oft auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt auf den Weg machen. Das ist nicht nur körperlich anstrengend, sondern mitunter auch gefährlich, erzählt der Müllmann Markus Bock auf Twitter.

In einigen Tweets gibt er einen Einblick in seinen Berufsalltag auf den Straßen und übt besonders an rücksichtlosen Autofahrern harte Kritik. "Ich möchte jeden Tag gesund und unbeschadet nach Hause kommen", so Bock.

Deshalb fordert er Autofahrer dazu auf, beim Überholen die Schrittgeschwindigkeit einzuhalten. Andere Fahrer sollten im Straßenverkehr auch auf die Mitarbeiter der Müllabfuhr achten, wenn diese die Mülltonnen einladen: "Sie haben ein tonnenschweres Fahrzeug, die Menschen von der Müllabfuhr nicht."

"Bitte seien Sie nicht so ignorant"

An einigen Stellen blockieren Müllwagenfahrer die Fahrbahn – keine Rücksichtslosigkeit, sondern Schutz für den Kollegen, der an einer besonders kritischen Stelle die Mülltonnen vom Straßenrand holt. Der Lader ist in diesen Situationen ganz mit seiner Arbeit beschäftigt und kann dabei nicht sehen, ob sich hinter ihm ein Fahrzeug durch die Lücke schiebt, während er die Müllsäcke von rechts nach links in den Müllwagen wirft. 

+++ Lesen Sie hier, was Mitarbeiter der Müllabfuhr verdienen +++

"Bitte seien Sie nicht so ignorant Menschen gegenüber, die ihren beschissenen Müll abholen", schreibt Bock auf Twitter. "Ich habe täglich mindestens eine gefährliche Situation." Viele Autofahrer wollten "nur mal eben ausparken" – damit würden sie aber "nur mal eben mein und das Leben anderer" gefährden.

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Zwei Tipps, die den Mitarbeitern der Müllabfuhr das Leben erleichtern, hat Bock ebenfalls: Wer vergessen hat, seinen Müll rechtzeitig zur Abholung rauszustellen, solle nicht bei der Stadtreinigung anrufen und behaupten, er sei vergessen worden: "Wir kommen nicht noch mal extra." Außerdem bittet er alle: "Legt den Mist nicht in die hinterfotzigste Ecke. Das hilft uns allen."

Bei sechs bis acht Stunden Arbeitszeit kommt ein Müllmann auf etwa 15 bis 22 gelaufene Kilometer, dabei stemmt er 4,5 bis 7,5 Tonnen Müll. Trotzdem hat Markus Bock die Freude an seinem Beruf nicht verloren: "Ja, es macht Spaß. Nein, es stinkt nicht. Ja, es macht wirklich Spaß."

Quelle:Twitter

epp

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