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Peking Motorshow – Auto China 2016: Der "China-Passat" und andere Trends aus Peking

China ist das Autoland der Zukunft. Mercedes erreicht Zuwachsraten von 30 Prozent. Wir zeigen die wichtigsten Autos der Peking Motorshow.

Der Strom-Bolide FFZERO1 von Faraday Future zieht die Besucher magisch an.

Der Strom-Bolide FFZERO1 von Faraday Future zieht die Besucher magisch an.

China Wirtschaft stockt? Im Automarkt jedenfalls nicht. Dort liegt China mit deutlichem Abstand vor den USA und Europa. Fast 5,5 Millionen verkaufte Neufahrzeuge wurden in den ersten drei Monaten 2016 verkauft. Da sehen die guten Verkäufe den USA und Europa (jeweils vier Millionen) blass aus.  "Wir hatten hier zuletzt Zuwachsraten von 30 Prozent", sagt Mercedes-Vertriebschef Ola Källenius, "2015 konnte China bei uns erstmals die USA als wichtigsten Markt überholen. Das wird sich mittelfristig nicht ändern."

Lange Limousinen auf der Peking Motorshow 

Das liegt am Nachholbedarf. Aktuell kommen auf 1000 Chinesen kaum mehr als 100 Autos. In den USA sind es in einem gesättigten Markt derzeit über 700 pro 1000 Einwohner, in Deutschland 560 pro 1000. Auf der 14. Beijing Autoshow dreht sich wie auf anderen Märkten fast alles um das Thema SUV. China-spezifisch ist allerdings die Liebe zu Modellen mit langem Radstand. Wer es sich leisten kann, lässt den Chauffeur fahren. Volkswagen in China stellt nicht nur sein neues Volumenmodell Magotan – einen China-Passat - vor, sondern will sieben neue Elektro- und Plug-In-Hybrid-Modelle auf den Markt bringen. Jedes dieser Fahrzeuge soll auch in China produziert werden. Ohne lokale Produktion lässt sich in China kaum etwas verkaufen. Kein Wunder also, dass Mercedes die Langversion (14 Zentimeter länger) seiner neuen E-Klasse ebenso hier produzieren lässt, wie Jaguar seinen verlängerten XFL oder BMW seinen an sich kompakten X1 XL, der um 12 Zentimeter verlängert schon am großen Bruder X3 kratzt. Ebenfalls für China verlängert: der noch junge Audi A4 L mit einer Länge von 4,81 Metern. Noch länger: der Bentley Mulsanne EWB – extended wheel base.  

VW Magotan

Der VW Magotan ist die Chinaversion des Passat.


Hunger nach dem SUV-Gefühl

Während die Luxuslimousine Phaeton auf dem europäischen Markt eingestellt wurde, bringt Volkswagen mit dem Phideon eine fünf Meter lange Luxuslimousine - allein für den chinesischen Markt. Mit einem Ausblick auf den neuen Touareg will man vom Dieselskandal ablenken.  Diesel sind in China bei Pkw ohnehin kein Thema sind. Die meisten Neuvorstellungen bleiben jedoch trendige Crossover, denn die Nachfrage nach SUV ist in China ungebrochen.

Kra/Pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.