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Studien auf der Tokio Motor Show: Fahren in der Glaskugel

Die Autos der Zukunft werden klein, flink und bunt – meinen die Japaner. Fahrspaß und Beschleunigung sind nicht an Bord, dafür kommt man vollautomatisch in die kleinsten Parklücken.

Von Harald Kaiser, Tokio

Ob sie wirklich so kommt, die Zukunft, ist noch unklar. Aber die Autofirmen haben dafür schon die entsprechenden Fahrzeuge. Wohin die Reise im Automobilbau gehen könnte, versucht die Branche gerne mit sogenannten Konzeptfahrzeugen deutlich zu machen. Das sind meist optisch aufregende Gebilde mit keiner oder nur wenig Technik im spektakulären Design-Leib. Die zumeist unfahrbaren Einzelstücke strahlen als Leuchttürme im Nebel des unbekannten Übermorgen auf Autoausstellungen. Wie jetzt wieder auf der 42. Motor Show in Tokio. Die meisten dieser Aufschneider glänzen nur optisch und sollen das Publikum anziehen. Ganze Ketten von geschickt integrierten Leuchtdioden vermitteln den Eindruck von High-Tech. Mehr aber auch nicht.

Mustang-Fahrer blamiert sich - und rast in Zuschauer

Manche dieser Studien jedoch haben tatsächlich ein detailliertes Konzept und deuten nicht nur grob an, dass die Zukunft irgendwie in der Elektromobilität liegen könnte. Zum Beispiel das Micro Commuter Konzept von Honda. Commuter ist englisch und bedeutet Zubringer, also eher ein Mobil für den Stadtverkehr oder eines, das einen zur nächsten S-Bahnstation bringt. Der Commuter hat nur einen Elektromotor, der die Hinterachse antreibt. Damit fährt der Elektrowagen. Stern.de konnte sich davon überzeugen. Die Spitze liegt bei etwa 60 km/h und die Reichweite der Batterie ungefähr bei 60 Kilometer. Wenn die voll verkleideten Räder nicht wären, wodurch der Wagen wie das Beiboot eines Raumschiffes wirkt, könnte man glauben, die Vorlage für diesen Entwurf eines Stadtautos der Zukunft wäre der Smart. Und da der Wagen hoch baut, ist er auch ähnlich geräumig wie der Smart. Jedenfalls so, dass nicht der Eindruck von Enge aufkommt. Der Fahrer sitzt in der Mitte, rechts und links ist Platz für zwei weitere Mitfahrer. Innen fällt sofort auf, dass ein konventionelles Lenkrad fehlt. Stattdessen sind dort zwei Bedienhebel wie im Flugzeug platziert.

Die beiden sind jedoch nicht der Gag. Der besteht vielmehr darin, dass in dem nur 2,5 Meter kurzen Fahrzeug noch ein weiteres steckt. Das nennt sich Motor Compo und findet seitlich an einer der beiden Türen Platz. Compo ist ein Minimotorrad, natürlich ebenfalls elektrisch betrieben. Das Konzept ist putzig, sieht das Zweirad doch beinahe aus wie ein Spielzeug. Gedacht ist es für Leute, die den Wagen in der Stadt abstellen, aber weiter motorisiert unterwegs sein wollen. Dazu muss nur das kompakte Batteriepaket aus der Ladestation des Autos gezogen und in den dafür vorgesehenen Platz ins Zweirad gesteckt werden – schon summt man weiter.

Wirklich neu ist der Gedanke von zwei in einem jedoch nicht. Lediglich moderner, schicker und vor allem umweltfreundlicher ist die Umsetzung jetzt. In den 70erJahren des letzten Jahrhunderts war unter pfiffigen Automobilisten auch ein motorisiertes Zweirad verbreitet, das sich zusammenklappen ließ und im Kofferraum Platz fand. Es war die Honda Monkey, ein Einzylinder-Motorrad von der Größe eines Kinderwagens.

Ein ähnliches Fahrzeug wie Honda zeigt auch Nissan auf der Show. Es heißt Pivo 3, misst keine drei Meter und ist die dritte Generation dieses Konzepts. Was auch verdeutlicht, dass man von einer eventuellen Serienfertigung noch weit entfernt ist. Pivo hat wie der Honda Platz für drei, sogar ähnlich angeordnet, und wird von zwei Elektromotoren in den Vorderrädern angetrieben. Die schlaue Elektronik des Wagens, so sagt Nissan, soll eines Tages die leidige Parkplatzssuche übernehmen. Nötig dazu sind allerdings technisch entsprechend ausgestattete Parkplätze, damit sie von der Bordelektronik des Dreisitzers als "frei" geortet werden können. Ist das der Fall, steuert das Wägelchen den Platz selbstständig an. Damit er sich auch in die kleinste Lücke schlängeln kann, ist beim Pivo 3 eine Allradlenkung vorgesehen.

Und für die Wegfahrt haben sich die visionären Ingenieure auch etwas einfallen lassen: Der Fahrer kann das Auto per Handybefehl zu Parkplatzausfahrt beordern. Ob der Wagen jemals als Serienauto auf der Straße zu sehen sein wird und ob dann die Parkplatzsuche so funktioniert wie versprochen, steht in den Sternen.

Obwohl es natürlich auf der Tokioter Messe auch jede Menge große, schwere und schnelle Automobile zu sehen gibt, scheint es fast so, als hätten sich die Autohersteller heimlich darüber abgesprochen, dass vor allem kleine, leichte und umweltschonende Modelle die Stars sind. Motto: Small cars for a big future – kleine Autos für eine große Zukunft.

Darunter fällt auch der Regina I von Suzuki, einem Citroën-Modell aus grauer Vorzeit nicht unähnlich und die nächste Kleinwagen-Generation von Suzuki. Die Technik des Winzmobils ist nichts besonders. Die Form und damit die Aerodynamik dagegen sehr wohl. Nach Angaben von Suzuki liegt Reginas CwWert, der die Windschnittigkeit beschreibt, zehn Prozent unter den aktuellen Modellen in diesem Fahrzeugsegment. Das hilft beim Benzinsparen, reicht aber allein nicht. Auch beim Gewicht muss abgespeckt werden. Nur 730 Kilo soll der Zweisitzer wiegen, 3,1 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen und lediglich noch 70 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen. Wenn’s stimmt, ist dass ziemlich klimafreundlich.

Eine regelrecht komische Kiste zeigt Daihatsu. Motto: quadratisch, praktisch, gut. Im Boden des Sho Case, so hat ihn der Hersteller tatsächlich getauft, befindet sich eine Brennstoffzelle, die sauberen Strom für den Elektromotor erzeugt. Darüber sind Sitzschalen platziert, die schon beim Hinschauen Rückenschmerzen verursachen. Und an Stelle von Türen gibt es in Fahrtrichtung links ein riesiges Klapptor, das sich nach oben öffnet und durch die vier Personen einsteigen können, sofern sie auf den merkwürdigen Sitzen kauern wollen. Optisch macht das 3,40 Meter lange Auto gar nichts her. Es sieht aus wie ein übergroßer Toaster mit Rädern. Wo vorne und hinten ist, lässt sich nicht auf Anhieb sagen. Bei der automobilen Zukunftsmusik müssen die Designer noch einmal neu komponieren, wollen sie mit ihrem Entwurf eines fernen Tages wirklich Gehör finden.

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Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?
  • Harald Kaiser