Toyota Hybrid X Der Vorreiter des guten Gewissens


Viel Platz und ein umweltfreundlicher Antrieb: Toyota zeigt, wie es sich den Familien-Van der Zukunft vorstellt. Bei der Innenraum-Gestaltung haben die Japaner alle Konventionen über Bord geworfen.

Der Toyota Prius ist zwar in aller Munde, sein Design ist aber schon etwas angegraut. Bis ein Nachfolger kommt, zeigen die Japaner auf dem Genfer Autosalon schon mal, was man noch so alles mit dem kombinierten Sprit/Strom-Antrieb auf die Räder stellen könnte. Der FT-HS verbindet das Hybridkonzept mit einem reinrassigen Sportwagen. Der Hybrid X macht dagegen auf Familie. Mit 4,5 Metern ist die Studie nicht länger als ein Mittelklasse-Wagen, bietet aber im Innenraum reichlich Platz. Der Van rollt auf 20-Zoll-Felgen. Beeindruckend ist der Ausblick aus dem futuristischen Gefährt. Abgesehen von ein paar Verstrebungen gibt es nur riesige Glasflächen, wohin das Auge schaut. Den Zugang zum Fond erleichtern die hinten angeschlagenen Türen, die sich elektrisch öffnen. Die Rücksitze lassen sich in einem Winkel von 12 Grad drehen. So kann man sich entweder der Landschaft draußen oder dem Sitznachbar drinnen zuwenden.

Mit seiner Mischung aus ovalen und kubischen Formen würde das Interieur prima in einen Manga-Comic passen. Abgesehen von vier Fernbedienungstasten am Lenkrad (das freilich nicht rund ist, sondern oval) gibt es keine Schalter oder Knöpfe. Zentrales Bedienelement ist ein großes Touchscreen-Display auf der Mittelkonsole. Dort steuert der Fahrer die Innenraumbeleuchtung, die Audiosysteme und die Klimatisierung. "Wir haben den Hybrid X so konzipiert, dass der Umgang mit ihm ein Erlebnis für alle Sinne bereitet. Das Erlebnis ist vor allem optisch geprägt, aber auch Gehör, Geruchssinn und Tastsinn kommen auf ihre Kosten", sagt Innenraum-Designer Laurent Bouzige. So lässt sich die Innenraumbeleuchtung in verschiedenen Farbtönen arrangieren. Die Beleuchtung kann man auch mit der Audioanlage koppeln, so dass es je nach Musikrichtung das passende Ambiente gibt. Ein Parfum-Zerstäuber verbreitet das gewünschte Geruchs-Aroma.

Die LED-Scheinwerfer sind beim Hybrid X im Bereich der Armaturentafel untergebracht. Die Leuchten können wie ein digitales Display animierte grafische Symbole anzeigen. So werden zum Beispiel Fußgänger und andere Autofahrer über Sicherheitsabstände oder Beschleunigungs- und Bremsvorgänge informiert. Überhaupt hat man das Gefühl, dass die Toyota-Designer nicht nur bei der Arbeit die meiste Zeit am Computer verbringen. Von "Maßnahmen zur Intensivierung des multisensorischen Erlebnisses" ist da die Rede oder von der "Interaktion zwischen Mensch und Fahrzeug". Das Lenkrad wird zum "Lenk-Pad" und gibt die Befehle nicht mehr mechanisch, sondern rein elektronisch weiter. "Drive-by-Wire" heißt das Prinzip. In das Pad ist ein Display integriert, das dem Fahrer einen Überblick über den Antriebsenergiefluss, den Kraftstoffverbrauch und die Fahrstufe liefert. Toyota verspricht für den Hybrid X dynamische Fahrleistungen. Nähere Informationen zu Motor und Antriebsstrang liefern die Japaner allerdings nicht.

Sebastian Viehmann/Press-Inform

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker