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Verrückte Opel-Anzeige auf Ebay: Nun spricht die Freundin: "Den Tigra mochte ich nie"

Freundin Joanna ist schuld, dass der Tigra auf Ebay gelandet ist. Wir sprachen mit der besseren Häfte vom Tigra-Proll über die Freuden des Ruhms, große Ausgaben und hässliche Autos.

Von Gernot Kramper

Stolzer Besitzer eines neuen Astra - wenn auch nur für eine Woche

Stolzer Besitzer eines neuen Astra - wenn auch nur für eine Woche

Fans des Tigra-Freaks, der seine Lebensbeichte in eine Ebay-Anzeige packte, wissen schon einiges über seine kugelige Freundin Joanna. Zunächst einmal: Sie ist schuld, dass der Tigra weg muss. Und sie hält ihren Firat mit weiblichen Marotten auf Trab. Was aber auch ganz gut ist, weil Firat so nicht den ganzen Tag am Handy daddeln kann, sondern ab und zu auch etwas Nützliches tun muss.

Fünf Minuten Ruhm

Wir sprachen jetzt mit der besseren Hälfte. Den Tigra, das gibt Joanna offen zu, "den mochte ich nie leiden. Nee, mein Gott, ist der hässlich". Dass die Kiste jetzt weg muss, da kann sie nicht trauern. "Den Wagen hat Firat mit in die Beziehung gebracht." Man ahnt, wenn Joanna schon damals etwas zu sagen gehabt hätte, hätte es der Tigra kaum vor die Tür geschafft.

Der plötzliche Ruhm ist mit Gewalt über das junge Paar hereingebrochen. Interviews, Drehtermine und eine Einladung von Stefan Raab. "Ich muss jetzt darauf achten, dass ich regelmäßig etwas zu essen bekomme. Schließlich bin ich ja schwanger," gibt sie zu Bedenken. Gerechnet habe sie nie mit dieser Aufmerksamkeit. "Es ist komisch, wenn man plötzlich im Mittelpunkt steht. Aber mal ehrlich: Es ist überwältigend, das ist schon mega-schön. Und: Ich bin ganz stolz auf meinen Firat."

Nein, Joanna kann sich nicht beschweren: "Keiner schreibt ja etwas Gehässiges über uns, oder macht sich über Firat lustig. Das können wir alles noch später erzählen."

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Immer realistisch bleiben

Im Moment steht der Tigra auf Ebay bei etwa 4000 Euro. Warum jemand so viel Geld für die alte Schüssel ausgeben will, versteht Joanna nicht. Aber: "Ich hoffe so sehr, dass wir das Geld auch wirklich bekommen", gesteht sie. "Wir könnten es so gut gebrauchen." Für das Kind müsse man so viel anschaffen. "Das geht schon ins Geld, auch wenn wir keinen Luxuskinderwagen für 1000 Euro kaufen."

Gestern wurden ihnen die Schlüssel für einen neuen Opel Astra überreicht, für eine mehrtägige Probefahrt. "Ein Luxus! Das ist schon etwas anderes als unser alter Tigra. Und dann noch ein Kombi, dass passt schon gut." Den neuen Opel sieht Joanna ganz realistisch: "Opel wird uns kein neues Auto schenken, das ist doch klar! Aber vielleicht machen sie uns ja ein gutes Angebot."

Schließlich ist ein Auto nur ein Auto und im Leben der jungen Frau zählen noch andere Dinge. Jetzt muss erstmal das Kinderzimmer eingerichtet werden. "Irgendwann möchten wir auch Heiraten, aber das ist ja leider auch ganz schön teuer," stöhnt Joanna. Selbst dann, wenn es keine original-türkische Hochzeit mit 500 Gästen werden sollte.

Und wenn der Ruhm irgendwann vorbei ist? "Ich hoffe, dass für Firat etwas davon bleibt, ein Buch etwa. Das wünsche ich ihm so sehr." Für sie ist der Trubel aber vor allem ein Geschenk. "Jetzt ist bei uns noch einmal richtig was los, bevor das Baby kommt. Schön nicht?"

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