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Das beste Auto aller Zeiten: 10 Gründe, warum der VW-Bulli für immer Kult bleibt

Großraumtaxi, Möbelwagen, Weltreisemobil – der VW-Bus ist das größte Multitalent der Automobilgeschichte. Für die Liebe zu einem Stück Blech auf vier Rädern gibt es viele gute Gründe. 

T1 mit Patina. Tuner nennen so etwas "Ratte"

T1 mit Patina. Tuner nennen so etwas "Ratte"

Der VW-Bus ist seit 65 Jahren ein Bestseller. Auch wenn die aktuelle sechste Generation  deutlich größer ist als ein "T1" von 1950 - das Konzept ist dasselbe: Viel Nutzfläche auf vergleichsweise wenig Raum. Kein anderes Auto hat eine derart treue und breit gefächerte Fangemeinde, wie der "Bulli", der seinen Spitznamen angeblich der bulligen Erscheinungsform verdankt.

Seine einzige kleine Schwäche hat der VW-Bus auf der Rennstrecke, in vielen anderen Bereichen überzeugt er:

1. Lebensgefühl

Ein VW-Bus vermittelt seinem Besitzer einen Hauch von Freiheit. Morgen den Job kündigen, übermorgen auf Weltreise gehen – mit einem VW-Bus vor der Tür sind die Voraussetzungen dafür schon mal gut. Ob man wirklich losfährt, steht bei den meisten Bulli-Fahrern auf einem anderen Blatt.

2. Preis

Der Traum vom VW-Bus lässt sich für viele Menschen realisieren. Ein rostiges, aber noch fahrbereites Exemplar der vierten (und inzwischen billigsten) Baureihe gibt es für circa 1000 Euro. Wer es lieber modern mag, sollte für einen Neuwagen mit Spitzenmotorisierung und Topausstattung circa 70.000 Euro einplanen. Einfach ausgestattete Neuwagen kosten circa 30.000 Euro. Auch Sammler werden fündig: Seltene Sondermodelle der ersten Baureihe werden für mehr als 100.000 Euro gehandelt.

3. Flexibilität

Wer sich doch für den Job und gegen die Weltreise entscheidet, hat auch in der Heimat mit dem Bulli viele Möglichkeiten. Eine zweite Überlieferung der Namensgebung besagt, dass "Bulli" die Abkürzung für "Bus und Lieferwagen" ist. Wer den Bulli nicht als Weltreisemobil nutzen will, kann ihn auch als Lieferwagen im Job einsetzen.

4. Fahreigenschaften

Bei einem Lieferwagen denken die meisten Menschen an einen großen Kastenwagen ohne Komfort und mit den Fahreigenschaften eines LKW. Der VW-Bus fährt sich fast wie ein normaler PKW, ist dabei aber trotzdem ein Arbeitstier. Echte Fans sind beim Umdrehen des Zündschlüssels sowieso automatisch in Urlaubsstimmung.

5. Understatement

Einige Menschen geben gerne viel Geld für Autos aus. Nicht alle wollen damit angeben. Ob T1 mit Samba-Fenster, oder ein vollausgestatteter Multivan der sechsten Generation – ein VW-Bus ist einfach nicht protzig. Das kann man von Porsche und Ferrari zum gleichen Preis nicht behaupten.

6. Zuverlässigkeit

Was bei einem neuen Auto selbstverständlich sein sollte, gilt bei alten Autos nicht immer: Es sollte jeden Tag und bei jedem Wetter anspringen und auch heil von A nach B kommen. VW-Busse gelten im Vergleich mit anderen Kleinbussen auch in den älteren Semestern als zuverlässig.

7. Ersatzteilsituation

Bei der Ersatzteilversorgung sieht es zumindest ab der dritten Baureihe vorbildlich aus: Fast alle Teile sind ohne Probleme in guter Qualität zu vernünftigen Preisen zu bekommen. Schwieriger ist es bei den älteren Modellen der ersten beiden Baureihen. Wer ein bisschen sucht, wird aber auch hier fündig.

8. Wertstabilität

Die Wertstabilität eines VW-Busses ist bemerkenswert. Wenige Neuwagen verlieren langsamer an Wert. Wer einen T3 oder älter sein eigen nennt, kann sich bei guter Pflege sogar über stetige Wertsteigerung freuen.

9. Design

1950 wie 2015 – ein VW-Bus ist erfreulich unauffällig. Das bullige Design ist zeitlos.

10. Emotionen

Wer noch nie einen Bus besessen hat, kann es vermutlich nicht nachvollziehen: Wenn Bullifahrer über ihre Busse sprechen, kriegen sie leuchtende Augen. Stöbert man auf dem Gebrauchtwagenmarkt, werden viele der zum Verkauf stehenden Busse beim Namen genannt, fast wie ein Familienmitglied. 

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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  • Heiner Walberg