HOME

OPEL SIGNUM: Mehr Vectra geht nicht

Was bin ich? Diese Frage beim Opel Signum zu beantworten, ist schlichtweg unmöglich. Kombi? Nein. Minivan? Auch nicht. Coupé? Gar nicht. Von allem etwas? Schon eher!

Was bin ich? Diese Frage beim Opel Signum zu beantworten, ist schlichtweg unmöglich. Kombi? Nein. Minivan? Auch nicht. Coupé? Gar nicht. Von allem etwas? Schon eher!

Sie werden immer mehr

Alle Grübler seien beruhigt, auch die Marketing-Strategen von Opel wissen nicht so genau, was ihr jüngster Rüsselsheimer eigentlich ist. Opel-Chef Carl-Peter Forster umschifft die Definitions-Untiefe gekonnt: »Künftig werden rund 40 Prozent unserer Modelle solche innovativen Fahrzeugkonzepte verkörpern, die klassische Segmentgrenzen überschreiten und neue Segmente definieren«.

Crossover - viele Vorteile in einem Auto

Neue Segmente also? Nun, ganz so neu ist die Signum-Idee nicht. Alle großen Hersteller haben inzwischen Prototypen im Keller, die in die Crossover-Sparte passen. Crossover, weil diese Autos die Vorzüge mehrerer Fahrzeugklassen in sich vereinen. Der Signum ist nur einer der ersten, der auch wirklich den Weg in die Serienproduktion geschafft hat.

Chef im Vectra-Clan

Wer den Signum auf sich zurollen sieht, muss sich über dessen Familienzugehörigkeit nicht lange Gedanken machen. Trotz veränderter Frontschürze outet sich das Oberhaupt der Vectra-Familie eindeutig als Mitglied der Rüsselsheimer Mittelklasse. Gewohnt kantiges Design, dominiert vom chromfarbenen Opel-Blitz.

Platz im Font

Richtig interessant wird es erst ab der B-Säule. Hinter den vorderen Türen beginnt der Bereich, in dem sich bei der Vectra-Signum-Mutation am meisten getan hat. Insgesamt ist der Signum vier Zentimeter länger als der Vectra. Auch beim Radstand (plus 1,3 Zentimeter) übertrifft er seinen Bruder. Zusammen mit der gewachsenen Standhöhe bringen diese Maßnahmen Platz für die Passagiere im Font.

Sitzen wie im Flieger

Damit soll der Signum der ideale Begleiter für Business-Class-Menschen werden, die auch mal gerne fahren lassen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, musste die altbekannte Rückbank zwei bequemen Einzelsitzen weichen, die sich bei erhöhtem Platzbedarf auch noch nach hinten schieben lassen. Zusätzlich lassen sich die Lehnen des Wohlfühl-Gestühls auf eine Ruheposition von 28 Grad einstellen - Opel verspricht eine Sitzposition wie in der Business Class im Flieger.

»Travel Assistant«

Den dritten Sitzplatz im Font bietet man lieber keinem Mitreisenden an. Schon in der Signum-Basisversion wird die Sitzfläche des dritten Platzes eher als Armlehne denn als bequemes Sitzmöbel empfohlen. Und eigentlich ist der Sitz auch nur ein Platzhalter für den neuen »Travel Assistant«. Diese überdimensionale Mittelkonsole wird zwischen den beiden äußeren Sitzen verankert und bietet Platz für zwei faltbare Tabletts, eine Kühlbox, einen Mülleimer, Dosenhalter, elektrische Anschlüsse und eine Halterung für portable DVD-Player. Das klingt schon sehr nach Flugzeug. Hinzu kommen noch Ablagen im Dachhimmel, die natürlich auch von den fliegenden Verkehrsmitteln inspiriert sind.

Drei neue Kraftquellen

Ganz und gar nicht geklaut sind die Motoren, die dem Signum nach dem Genfer Automobilsalon 2003 Beine machen sollen. Gleich drei neue Triebwerke erleben im Signum ihre Feuertaufe. Neben einem Benzin-Direkteinspritzer mit 155 PS, wird auch ein 175 PS starkes Turbotriebwerk für ansprechende Fahrleistungen sorgen. Ein echtes Highlight wird aber sicherlich der V6-Common-Rail-Diesel, der dem großen Opel 177 Pferdchen zur Verfügung stellt.

Jochen Knecht

Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.