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Tschüss, Verbrenner! Sogar der Manta fährt bald mit Batterie – Opel will rein elektrisch werden

Ein Manta mit Fuchsschwanz und Ellenbogen aus dem Fenster im Autokino
Fuchsschwanz und Ellenbogen raus – so war das Image des Opel Manta lange Zeit. Aber auch dieses Modell wird um den Zeitgeist nicht herumkommen.
© Christoph Hardt/Geisler-Fotopres / Picture Alliance
Auch bei Opel in Europa steht der Abschied vom Verbrennungsmotor an. Der Autobauer setzt auf E-Mobilität und verschont dabei noch nicht einmal den kultigen Manta.

Opel ist eine deutsche Traditionsmarke – und dieser steht ein kompletter Image- und Produktwechsel bevor. Denn der Autobauer wird in Europa ab 2028 vollständig auf Elektromobilität umgestellt. Das kündigte Geschäftsführer Michael Lohscheller am Donnerstag bei einer Pressekonferenz an. Bis "Mitte des Jahrzehnts" soll es demnach auch eine batteriebetriebene Ausgabe des 70er-Jahre-Verkaufsschlagers Opel Manta geben.

Opel stellt neue Strategie für Elektromobilität vor

Opel gehört zum Stellantis-Konzern mit Marken wie Peugeot, Fiat und Chrysler, der seine neue Elektro-Strategie in Amsterdam vorstellte. Auch in China sollen Opel-Fahrzeuge demnach rein elektrisch angeboten werden. In der Volksrepublik hatte Stellantis zuletzt nur einen schwachen Absatz.

Andere Autokonzerne hatten zuvor bereits den schrittweisen Abschied vom Verbrennungsmotor bekannt gegeben. Die Volkswagen-Tochter Audi will bis zum Jahr 2033 gar keine Autos mit Benzin- oder Dieselantrieb mehr herstellen. VW-Chef Herbert Diess erwartet nach eigenen Angaben, dass 2030 in Europa rund 60 Prozent der verkauften VW-Fahrzeuge elektrisch angetrieben werden.

Die EU-Kommission will sich am Mittwoch zu den künftigen Klimaschutzauflagen für die Autoindustrie äußern. Erwartet wird nach übereinstimmenden Angaben aus Brüsseler Quellen, dass die Kommission die Fahrzeugemissionen ab dem Jahr 2035 auf Null drücken will. Das wäre dann für alle Konzerne das voraussichtliche Stichdatum zum Umstieg auf die Elektromobilität.

Nach EU-Vorgaben darf die Fahrzeugflotte eines Konzerns seit 2020 im Schnitt nur noch 95 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer ausstoßen. Dieses Ziel könnte bis 2030 um 60 Prozent sinken. Die genauen Zielwerte sind den Quellen zufolge aber noch umstritten.

Fabriken werden auf die Produktion von Batterien umgestellt

Der Mutterkonzern Stellantis war im Januar aus der Fusion der US-italienischen Gruppe Fiat-Chrysler mit der französischen Opel-Mutter PSA hervorgegangen. Für die Produktion von Batteriezellen will die Gruppe nach Angaben von Generaldirektor Carlos Tavares auch ihr Motorenwerk im süditalienischen Termoli umrüsten. 

Es wäre der dritte Standort nach dem nordfranzösischen Douvrin, wo die Batteriezellen-Produktion 2023 beginnen soll, und bei der britischen Opel-Tochter Vauxhall, wo elektrische Kleintransporter gebaut werden sollen.

In den USA will Stellantis nach Konzernangaben mit der Sportmarke Dodge ein elektrisches "Muskelpaket" anbieten. Zudem ist ein batteriebetriebener Pick-Up der Marke Ram 1500 geplant.

Zu Stellantis gehören 14 internationale Automarken. Neben Opel sind dies unter anderem Peugeot und Citroën, Fiat, Chrysler, Jeep und Maserati.

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anb AFP

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