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Tauschaktion: Rentner in Augsburg geben Führerschein ab - und bekommen Jahres-Abo für Bus und Bahn

Augsburger Rentner, die ihr Auto für immer in der Garage lassen, belohnt die Stadt jetzt mit einem Jahres-Abo für den Öffentlichen Nahverkehr. Einige Senioren gaben ihren Führerschein gleich am ersten Tag der Aktion ab.

Augsburg tauscht Führerschein von Rentnern gegen Jahres-Abo für ÖPNV

Werner Ewig (rechts) tauschte als einer der ersten Augsburger seinen Führerschein gegen ein Jahres-Abo für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr ein. 

Die Zahlen sind schlicht nicht von der Hand zu weisen. Sie lügen nicht. Waren Senioren über 64 an einem Unfall beteiligt, trugen sie 2016 in mehr als zwei Dritteln aller Fälle die Hauptschuld daran. Bei den 75-Jährigen waren es laut Statistischem Bundesamt sogar mehr als 75 Prozent. Vorfahrtsfehler und Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Anfahren sind demnach die häufigsten Ursachen, wenn Senioren in einen Unfall verwickelt waren. Viele Senioren wollen trotzdem nicht auf ihr Auto verzichten. Manche haben Angst zu vereinsamen, andere fürchten wegen der fehlenden Mobilität noch mehr auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

Doch wie kann man ältere Menschen dazu motivieren, ihre Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erledigen und die geliebte Fahrerlaubnis auf Nimmerwiedersehen abzugeben? Nach Ulm, Karlsruhe, Ingolstadt, Dortmund und einigen anderen Städten - insbesondere in Nordrhein-Westfalen - setzt nun auch Augsburg eine ebenso charmante wie umweltfreundliche Idee in die Tat um.

Seniorinnen und Senioren ab 65, die ihre Fahrerlaubnis dauerhaft und endgültig bei der Führerscheinstelle abgeben, erhalten von der Stadt und den Stadtwerken im Tausch ein kostenloses Jahres-Abo für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr im Wert von derzeit 360 Euro.

15 Augsburger steigen um - vom Auto in den Bus

"Wir möchten mit dieser Aktion die Hemmschwelle bei den Senioren senken und ihnen den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr erleichtern", sagt Eva Weber, Wirtschafts- und Finanzreferentin in der Fuggerstadt. Die Bürgerpartei Pro-Augsburg hatte das Projekt im vergangenen Jahr in den Stadtrat eingebracht. Das Angebot sei ein weiterer Baustein, den Nahverkehr für alle attraktiver zu machen - in diesem Fall für Senioren, die lieber nicht mehr selbst Autofahren und auf umweltgerechte Mobilität umsteigen möchten, erklärt Dr. Walter Casazza, Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg. Gleich am ersten Tag der Aktion kamen 15 Augsburger zur Führerscheinstelle, um ihre Fahrerlaubnis abzugeben. Weber rechnet bis zum 31. Mai - dann endet die Aktion für dieses Jahr - mit bis zu 200 Senioren. Gut 70.000 Euro nehmen Stadt und Stadtwerke dafür in die Hand. 

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js

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.