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ADAC-Crashtest mit Ladung aus dem Baumarkt: Freier Flug für die Gartenkralle

Sorglosigkeit beim Einpacken kann böse Folgen haben. Das beweist ein ADAC-Test mit einem typischen Baumarktsortiment im Laderaum. Beim Aufprall wären die Insassen von herumfliegenden Fliesen und Werkzeugen schwer verletzt worden.

Sobald die Sonne scheint und die ersten Blumen blühen, stürmen die Deutschen Bau- und Gartenmärkte. Um den Einkauf zu verstauen, werden die Rücksitze meist umgelegt, und das Arbeitsmaterial einfach hinten reingelegt. Eine alte Decke schützt die Bezüge vor Blumenerde. Das war es. Auf besondere Schutzmaßnahmen der Insassen vor Fliesen, Werkzeugen und Farbeimern wird verzichtet.

Das ist ein Fehler. Endet der Ausflug nämlich nicht auf der heimischen Baustelle sondern im Heck eines anderen Fahrzeuges, wird es gefährlich. Das hat der ADAC in zwei Crashtests festgestellt. Testkandidat war ein Fiat Punto, der mit einem typischen Einkauf aus dem Baumarkt beladen wurde. Der Crash erfolgte mit gesicherter und mit ungesicherter Ladung. Wenn sorglos gepackt wurde, wurde der Innenraum beim Aufprall komplett demoliert. Der Schwall Farbe aus einem berstenden Eimer war dabei noch das kleinste Problem der Insassen.

Mit richtig gesicherter Ladung verlief der Unfall glimpflicher. Trotzdem bleibt der Transport gefährlich. Denn die aufgestellte Lehne der Rücksitzbank des Kleinwagens geriet bereits mit nur zwei Fliesenpaketen an ihre Belastungsgrenze. Wäre der Laderaum mit Kacheln vollgepackt gewesen, hätte die Lehne dem Druck nicht standhalten können. Da in dem Punto Haken und Ösen zum Verzurren fehlen, konnten auch die Experten vom ADAC die Ladung nicht besser sichern.

Gernot Kramper
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.