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Flug von Portugal nach Angola: Flugzeug musste umdrehen, weil Gepäck-Mitarbeiter noch im Laderaum steckte

Mitten auf dem Flug von Portugal nach Angola erreicht die Crew ein merkwürdiger Funkspruch: Ein vermisster Flughafenmitarbeiter befindet sich noch an Bord. Die Maschine dreht um - und findet den Vermissten tatsächlich im Gepäckraum. Doch wie kam er dort hinein?

Eine Boeing musste während des Flugs von Porto nach Luanda umdrehen

Eine Boeing musste während des Flugs von Porto nach Luanda umdrehen, weil ein Flughafenmitarbeiter sich noch versehentlich im Frachtraum befand (Symbolbild)

Das Gepäck war verstaut, alle Passagiere angeschnallt und die Startbahn frei: Am 1. Oktober startete um 10.14 Uhr morgens am Flughafen von Porto eine Boeing 777-300 der TAAG Angola Airline mit Reiseziel Luanda.

Doch die Maschine hatte gerade einmal 110 Kilometer zurückgelegt und befand sich südlich der portugiesischen Hauptstadt Lissabon, da erreichte die Crew ein ungewöhnlicher Funkspruch: Ein vermisster Flughafenmitarbeiter befinde sich vermutlich noch an Bord des Fliegers. Der Portugiese wurde zuletzt im Frachtraum gesehen, möglicherweise sei er dort noch immer eingesperrt.

Für den Piloten war klar: Er musste die Maschine sofort umdrehen. Wie der "Aviation Herald" schreibt, landete die Boeing nach einem schnellen Sinkflug gerade einmal 18 Minuten später auf dem Flughafen von Lissabon. Auf dem Portal "Flightradar24" kann man die ungewöhnliche Flugroute nachvollziehen.

Der Vermisste lag im Gepäckraum

Im Gepäckraum fanden die Mitarbeiter schließlich den vermissten Mann, der an starker Unterkühlung (Hypothermie) litt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er sich von dem Zwischenfall erholt. Dem "Aviation Herald" zufolge verstaute der Mann gerade zwei Haustiertransporte im Laderaum, als er stürzte und bewusstlos wurde. Erst 40 Minuten später wurde er als vermisst gemeldet - zu diesem Zeitpunkt war die Maschine längst gestartet.

War der Mann überarbeitet?

Das Problem: Offiziell durfte er gar nicht mit lebenden Tieren arbeiten, wie die Gewerkschaft des Arbeiters dem "Aviation Herald" bestätigte. Womöglich war er auch überarbeitet, denn er begann bereits 90 Minuten früher zu arbeiten und fertigte vier Flugzeuge in Folge ab.

Der Fall soll nun offiziell untersucht werden.

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