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Unfreiwillige Reise: Gepäckarbeiter macht Nickerchen im Frachtraum und wacht in Chicago wieder auf

Ein Flughafenmitarbeiter hat sich zur falschen Zeit am falschen Ort zum Schlafen gelegt. Dadurch ist er als blinder Passagier quer durch die USA geflogen. Nach der Landung bekam er es mit der Polizei zu tun.

Eine Boeing 737 von American Airlines

Eine Boeing 737 von American Airlines

Getty Images

Es passierte am frühen Samstagmorgen am Flughafen in Kansas City. Ein Mitarbeiter des Bodenpersonals kroch in den Frachtraum einer Boeing 737-800 von American Airlines, die um 6 Uhr nach Chicago fliegen sollte. Doch beim Beladevorgang entschied sich der 23-jährige Angestellte von Piedmont Airlines, ein Päuschen einzulegen - im Cargo-Bereich unterhalb der Kabine.

Dann war es geschehen. Die Maschine wurde planmäßig startklar gemacht, rollte zur Piste und startete zu ihrem Flug nach Chicago - mit dem schlafenden Gepäckarbeiter im Frachtraum.

Ein Flughafenmitarbeiter hat sich zur falschen Zeit am falschen Ort zum Schlafen gelegt. Dadurch ist er als blinder Passagier quer durch die USA geflogen. Nach der Landung bekam er es mit der Polizei zu tun.

Gegen 7.25 Uhr landete Flug AA363 auf dem O’Hare International Airport. Dort trauten die Mitarbeiter ihren Augen nicht. Beim Entladen des zweistrahligen Jets, der inzwischen am Gate eingeparkt hatte, entdeckten sie den schlafenden Kollegen. Sie verständigten die Flughafenpolizei.

Zu tief ins Glas geschaut

Zum Glück befand sich der blinde Passagier in einem Teil des Flugzeuges, das ebenfalls beheizt wird. Die Temperatur beträgt dort zwischen 15 und 21 Grad, denn hin und wieder werden auch Tiere im Bauch eines Flugzeuges transportiert.

Normalerweise wird eine Boeing 737 von drei Gepäckmitarbeitern beladen. Ein Supervisor überprüft vor dem Schließen der Ladeluken, ob alle Kollegen ordnungsgemäß wieder von Bord sind. Doch im Fall des Fluges von American Airlines war das vordere Gepäckfach, wo sich der Mitarbeiter befand, gar nicht erst beladen worden.

Nach Angaben der Fluggesellschaft blieb der Gestrandete unverletzt. Es soll Alkohol mit im Spiel gewesen sein, daher seine Müdigkeit. Ob es gegen ihn ein Disziplinarverfahren geben wird, bleibt offen. Jedenfalls durfte er wieder nach Kansas City zurückfliegen - allerdings auf einem Sitzplatz in der Kabine.

Im Gepäckraum vergessen

Immer wieder kommt es zu ähnlichen Zwischenfällen. Erst im Januar war ein Gepäckmitarbeiter von Charlotte in North Carolina mit einem Flug von United Express nach Washington Dulles mitgeflogen.

In einem anderen Fall musste eine Boeing 777-300 von Angola Airlines auf dem Weg von Lissabon nach Luanda kurz nach dem Start umdrehen: Die Crew erreichte ein Funkspruch, dass sich ein Angestellter des Bodenpersonals noch an Bord des Fliegers befindet - im Frachtraum. Wieder am Boden wurde der vermisste Mann im Frachtraum entdeckt. Er litt an starker Unterkühlung und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

+++ Lesen Sie auch: "Gepäckarbeiter wird im Frachtraum vergessen - und verbringt dort den Flug" +++

Nach mehr als sechs Stunden Flugzeit wird es draußen hell. Bis zu 165.000 Liter Kerosin fassen die Tanks der zweimotorigen Maschine. Das verschafft dem Airbus A350 eine Reichweite von bis zu 18.000 Kilometern.
tib

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.