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Rekord bei Kryptowährung Bitcoin hat die besten Tage hinter sich - doch der nächste Star ist schon da

Ist Ethereum das bessere Bitcoin?
Ist Ethereum das bessere Bitcoin?
© Jaap Arriens/ / Picture Alliance
Die Kryptowährung Bitcoin eilte monatelang von einem Höchststand zum nächsten. Nun ist die Rekord-Rallye vorerst vorbei. Einige Experten glauben an ein Ende des Booms - mancher sieht eine andere Währung weit vorne.

Ob am Kneipen-Stammtisch oder in den Büros der Wall Street: Der Siegeszug des Bitcoins war das Gesprächsthema der Vorweihnachtszeit. Innerhalb weniger Monate verzigfachte sich der Wert der Kryptowährung und machte einige Menschen steinreich. Jeden Tag gab es neue Rekordmeldungen. Aus Angst, das Geschäft ihres Lebens zu verpassen, investierten vom Studenten bis zur Hausfrau alle Bevölkerungsschichten in Bitcoins - so wurde eine regelrechte Preis-Rallye ausgelöst.

Bitcoin-Boom flaut ab

Doch der Boom ist erstmal vorbei. Seit Wochen stagniert der Bitcoin-Kurs um die 13.000 US-Dollar, nachdem er Mitte Dezember ein Hoch von fast 20.000 Dollar verzeichnete. Zuletzt gab es gleich mehrere schlechte Nachrichten für Bitcoin-Anleger: So will die südkoreanische Regierung in Zukunft stärker gegen Kryptowährungen vorgehen und sogar den Börsenhandel damit untersagen. Daraus entstehende Kapitalerträge sollen versteuert werden. Ein herber Rückschlag, in Asien haben Kryptowährungen viele Anhänger.

Auch China liefert schlechte Neuigkeiten: Die US-Zeitung "Wall Street Journal" berichtet, dass Chinas politische Führung vor kurzem eine Sperre für Bitcoin-Schürfer angeordnet hat. Um Bitcoins zu erhalten, benötigt man viel Rechenleistung, was wiederum zu einem hohen Stromverbrauch führt. Die weltweit zur Produktion von Kryptowährungen eingesetzten Computer könnten 2018 so viel Strom verbrauchen wie ganz Argentinien, heißt es in einer neuen Studie von Morgan Stanley. Demnach könnten die Mining-Prozesse im laufenden Jahr bis zu 140 Terawattstunden Strom verbrauchen. Das entspricht etwa 0,6 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs.

Wird Ethereum das bessere Bitcoin?

Während der Bitcoin derzeit auf der Stelle steht, legt eine andere Kryptowährung mächtig zu: Ethereum. Entwickelt wurde sie von Vitalik Buterin, einem jungen Genie der Szene. Sie vereint gleich mehrere Vorteile: Ethereum ist flexibler und technisch zugänglicher als Bitcoin, Transaktionen werden deutlich schneller abgewickelt. Bei Ethereum handelt es sich zudem im Gegensatz zu Bitcoin nicht nur um eine Währung, sondern auch um eine technologische Plattform, auf der Finanztransaktionen mit digitalen Verträgen (Smart Contracts) verknüpft werden können. Allerdings wurde Ethereum zuletzt häufig Ziel von Hacker-Attacken.

Dem Höhenflug tut das keinen Abbruch: Mit einer Marktkapitalisierung von 128 Milliarden ist die Alternativ-Währung bereits mehr als halb so viel wert wie alle Bitcoins zusammen (239 Milliarden). Im vergangenen Jahr legte der Wert um satt 13.472 Prozent zu (Stand: 15. Januar 2018, 15 Uhr). Und während Bitcoins zuletzt leicht nachgaben, erreichte Ethereum vor wenigen Tagen seinen Rekordwert. "2017 war das Jahr der Bitcoins. 2018 gehört Ethereum", schreibt ein Krypto-Investor auf "Coindesk"

Warren Buffet glaubt an Krypto-Crash

Wie sich die Kurse entwickeln werden, ist derzeit ungewiss. Einige Experten glauben, dass der richtige Boom erst noch kommen wird. Andere glauben jedoch, dass es sich um eine Blase handelt, die früher oder später platzen wird. Zu letzteren gehört US-Investmentlegende Warren Buffet. "Ich kann mit annähernder Sicherheit sagen, dass sie ein böses Ende nehmen werden", sagte der 87-jährige Börsen-Guru im US-Sender CNBC. Wann der Crash kommen werde, könne er jedoch nicht vorhersagen.

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