HOME

"Purple Beach": Havarierter Düngemittel-Frachter erreicht Wilhelmshaven

Vor einer Woche stieg bei Helgoland Rauch aus dem Düngemittel-Frachter "Purple Beach". Nach tagelangen Löscharbeiten haben Bergungsexperten das Schiff nun bis nach Wilhelmshaven geschleppt.

Mit dem Heck voran war die "Purple Beach" auf dem Weg nach Wilhelmshaven

Mit dem Heck voran war die "Purple Beach" auf dem Weg nach Wilhelmshaven

Der vor einer Woche havarierte Düngemittel-Frachter "Purple Beach" hat am Montagabend seinen Notliegeplatz in Wilhelmshaven erreicht. Er sei inzwischen sicher vertäut, teilte das Havariekommando in Cuxhaven mit. Die rund 13-stündige Fahrt über 40 Seemeilen (74 Kilometer) von der Tiefwasserreede zum Jadeweserport sei reibungslos verlaufen. Am Liegeplatz erwarteten Feuerwehreinheiten den 192 Meter langen Frachter. Für die Nacht wurde eine Sicherheitswache eingerichtet.

Die Besatzung des unter der Flagge der Marshall-Inseln fahrenden Schiffs hatte vor einer Woche Hitze- und Rauchentwicklung in einem Laderaum bemerkt. Mit mehreren Tausend Tonnen Seewasser gelang es, die chemische Reaktion oder den Brand zu stoppen. Was genau in dem mit rund 6000 Tonnen Düngemittel gefüllten Laderaum passiert war, ist weiter unklar. Auch die Höhe des Schadens war am Montag noch nicht absehbar.

Tagelange Löscharbeiten

Das Havariekommando hatte den Einsatz koordiniert. Experten hatten seit fast einer Woche tagelang mit Seewasser die starke Hitze- und Rauchentwicklung im Laderaum des Schiffes bekämpft. Mehrere Schlepper und Schiffe mit Bergungsfachleuten an Bord begleiteten die "Purple Beach" am Montag auf der Fahrt von ihrem Ankerplatz etwa 30 Kilometer westlich von Helgoland.

Das Unglück hatte den Einsatzleitern zeitweise große Sorgen bereitet. Brandbekämpfer und die Besatzung wurden zunächst vorsorglich in Krankenhäuser gebracht, weil sich eine explosive Atmosphäre um das Schiff gebildet hatte. Es wurde aber niemand schwer verletzt.

Auf den ostfriesischen Inseln und an der Festlandsküste war ein eigenartiger Geruch wahrzunehmen. Nach Luftmessungen konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Den Besatzungen von Mehrzweckschiffen des Bundes gelang es, mit großen Wasserfontänen eine riesige weiße Rauchwolke niederzuschlagen und die Bordwände des Schiffes abzukühlen.

tkr/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.