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Autobörse mit Preisbewertung Wieviel ist mein Auto noch wert?


Den richtigen Preis zu finden, ist das Wichtigste beim Autokauf. Will man zu viel, wird man den Wagen nicht los. Ein neues Onlineportal hilft, schnell und einfach einen Verkaufspreis zu ermitteln.

Sie wollen ein Auto verkaufen? Da gibt es jede Menge Portale: Die Platzhirsche in Deutschland heißen mobile.de und Autoscout24.de jetzt gibt es auch noch Autouncle.de. So heißt die Autobörse eines Startups aus Dänemark. Autouncle.de erleichtert die Autosuche, weil es ein Meta-Portal ist. Mit jeder Suchabfrage werden 14 Verkaufsseiten im Netz durchsucht. Mit wenig Mühe erhält es so mehr Treffer als bei einer Einzelabfrage. Auf der eigenen Seite wertet Autouncle.de die Treffer aus, weiterführende Informationen zum Wunschauto gibt es dann bei dem Portal, bei dem der Wagen eingestellt wurde. Dieses Feature ist hilfreich, aber wirklich spannend, ist die angebotene Autobewertung.

Wer ein Auto verkaufen will, kann hier sehr schnell Informationen über den Verkaufspreis erhalten. Natürlich kann das Verfahren nicht die Bewertung des Wagens durch einen Schätzer ersetzen, dafür geht es schnell und ist relativ unkompliziert. Man muss den zu verkaufenden Wagen nur einigermaßen gut kennen. In einer Maske werden Baujahr, Marke und Typ eingetragen, dazu kommen Angaben zum Motor und zur Laufleistung. Ausstattung und Extras werden hinzugefügt und schon wird die Bewertung als PDF-Dokument zugeschickt.

Die Preisinformationen gewinnt Autouncle.de durch die Auswertung der Börsendaten vergleichbarer Fahrzeuge. In der Übersicht steht nicht nur ein Preis, es wird eine Preisspanne angegeben. Verschiedenen Preisstufen werden mit Verweildauern versehen. In der Regel führt ein höherer Preis dazu, dass ein Wagen sehr lange im Angebot bleibt, weil kein Käufer anbeißen will. Verkaufspreise am unteren Ende der Spanne bedeuten, dass die Wagen schon nach wenigen Tagen wieder aus den Börsen verschwinden. In der Praxis bedeutet das, dass diese Autos meist innerhalb von 24 Stunden losgeschlagen wurden. Für den geplanten Verkauf sind die Preisstufen sehr nützlich. Persönlicher Tipp: Die ebenfalls angebende Preisempfehlung sollte man nicht ohne guten Grund überschreiten.

Für manche ist es sicherlich ein heilsamer Schock, schwarz auf weiß zu sehen wie ein vergleichsweise hoher Preis den Kauf in die Länge ziehen kann. Zusätzlich zu der Preiseinschätzung gibt es nützliche Tipps zum Autokauf. Darunter auch den, dass es absolut falsch ist, mit einem hohen Preis zunächst den Markt testen zu wollen. Damit produziert man eine Standuhr. Wer den Preis später reduziert, hat immer schlechtere Chancen den Wagen zu verlaufen, als derjenige der gleich realistisch eingestiegen ist. In dem Dokument werden außerdem aktuelle Anzeigen vergleichbarer Fahrzeuge aufgeführt, auch dies erleichtert die Orientierung.

Das System von Autouncle.de hat auch Lücken. Wenn ein Wagen aus den Börsen verschwindet, heißt es nicht, dass er auch tatsächlich verkauft worden ist. Bei den Modellen, die relativ teuer angeboten werden, löschen Besitzer die Angebote häufig, wenn sich kein Käufer findet, warten ein paar Wochen ab und probieren es dann mit einem niedrigeren Preis noch einmal.

Die tatsächlichen Verkaufspreise werden meist unter den Anzeigenpreisen liegen, auch hier gibt es eine Unschärfe in dieser Form der Bewertung. Sinnvoll sind die Vergleiche ohnehin nur, wenn der Zustand der Fahrzeuge in der Wagengruppe noch relativ homogen ist. Bei älteren Wagen und erst recht bei Young- oder Oldtimern kommt es sehr auf den individuellen Zustand des Autos an, die Unschärfe der Bewertung nimmt dann zu.

Als Alternative gibt es die klassische Preisermittlung nach der Schwackeliste. Sie erfasst mehr Daten, ist dafür aber auch umständlicher zu bedienen. Die vollständige Auswertung ist kostenpflichtig.


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