Benzinpreise Billiger Sprit für ADAC-Mitglieder?


Der ADAC denkt darüber nach, ein Netz von Club-Tankstellen in Deutschland aufzuziehen.

Der ADAC denkt darüber nach, ein Netz von Club-Tankstellen in Deutschland aufzuziehen. "Wir prüfen, ob ein solches Modell wirtschaftlich sinnvoll ist", sagte ADAC-Geschäftsführungs-Mitglied Stefan Weßling dem "Tagesspiegel" am Rande der Jahres- Pressekonferenz in München. Weßling zufolge könnte ein solches Netz über eine Kooperation mit Tankstellen-Betreibern zustande kommen. Er sagte, es gebe darüber Informationsgespräche mit dem niederländischen Automobilclub ANWB, der ein solches Modell bereits seit einiger Zeit betreibt.

Geringe Margen

"Wir sind in Gesprächen, ob dieses Modell auch in Deutschland zu realisieren wäre", ADAC-Sprecher Dieter Wirsich. Allerdings sei in Deutschland der Spielraum für Rabatte wesentlich kleiner, weil die Margen der Tankstellen wegen der extrem hohen Steuerbelastung viel geringer seien. Wegen der "extrem hohen Steuerbelastung" in Deutschland - pro Liter Benzin fallen etwa 75 Prozent Steuern an - seien die Margen der Tankstellenbetreiber viel geringer als in anderen Ländern.

ADAC-Pressesprecher Peter Hemschik zufolge würde sich eine Kooperation mit dem ADAC für freie Tankstellenpächter vermutlich nicht lohnen, sondern allenfalls für die großen Mineralöl-Konzerne. "Wenn ein solches Modell in Deutschland käme, wäre das eine Riesensache für den ADAC", sagte der Sprecher. Schon bei einem Rabatt von zwei Cent pro Liter könne der Club von einem erheblichen Mitgliederzuwachs ausgehen.


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