China-Automobile Im Jahr der drei kleinen Drachen


Einen China-Mini mit Leder und Schikanen, einen Familiendampfer mit DVD auf allen Sitzen und einen Soft-Offroader zum Kampfpreis schickt der kleine Importeur ins Rennen. Damit nicht genug, im nächsten Jahr kommt ein "Size Zero"-Auto zum absoluten Niedrigpreis.

Mit der Marke Dragon und drei neuen Pkw-Modellen erweitert der Importeur China Automobile Deutschland (CAD) seine aktuelle Fahrzeugpalette. Ab Ende November ergänzen der Kleinwagen Dragon City, der Van Dragon Liner und das SUV Dragon Grand Ufo das Programm der Münchner. Unter dem gleichen Markennamen werden zukünftig auch die SUV-Modelle Ufo und GX6 angeboten.

Mit einem Einstiegspreis von knapp 9 000 Euro tritt der 3,70 Meter lange Dragon City an. Angetrieben wird er von einem 61 kW/83 PS starken Vierzylinder-Ottomotor, der den Kleinwagen auf 170 km/h Spitze bringt. Der Verbrauch soll im kombinierten Zyklus bei 6,5 Litern je 100 Kilometer liegen. Die Serienausstattung besteht unter anderem neben dem ABS und den Frontairbags auch aus der Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber, Servolenkung, Einparksensoren hinten und einer Klimaanlage. Gegen Aufpreis lässt sich der China-Mini mit Lederausstattung, Navigationssystem mit großem Bildschirm und einer Vierstufen-Automatik aufrüsten. Der Schleuderschutz ESP ist jedoch nicht erhältlich.

An junge Familien richtet sich der Dragon Liner, ein Van mit sportlicher und flacher Dachlinie. Der Siebensitzer punktet mit Klimaanlage, Einparksensoren hinten, elektrisch verstellbarem Fahrersitz sowie einem elektrischen Schiebedach und einer Vierstufen-Automatik, die auch sequenziell geschaltet werden kann. Gegen Aufpreis werden eine Lederausstattung und ein DVD-System mit drei Bildschirmen - davon zwei in den hinteren Kopfstützen integriert - angeboten. Für Vortrieb sorgt ein 2,4-Liter-Vierzylinderbenziner mit 95 kW/130 PS, der die Vorderräder antreibt. Der Verbrauch liegt bei rund zehn Litern, maximal läuft der Liner 180 km/h schnell.

Im Vergleich zu anderen Vans, fallen beim 4,66 Meter langen Liner die großen hinteren Türen auf, die den Zustieg zu den hinteren Sitzreihen erheblich erleichtern. Die mittlere Sitzbank ist nicht nur horizontal, sondern auch vertikal verschiebbar, damit beispielsweise Kinder über die Vordersitze hinwegschauen können. Das interessanteste Differenzierungsmerkmal dürfte allerdings der Preis sein: Mit 24 990 Euro kostet der Dragon Liner mehrere tausend Euro weniger als vergleichbare Modelle etablierter Marken.

Als Preisbrecher tritt auch der fünftürige Softroader Dragon Grand Ufo an, der in der Basisausführung mit Frontantrieb zu einem Preis von 19 900 Euro an den Start geht. Serienmäßig sind unter anderem Klimaanlage, eine Stereoanlage mit Sechsfach-CD-Wechsler und getönte Scheiben mit an Bord. Für 2 000 Euro Aufpreis gibt es wahlweise eine Viergang-Automatik oder permanenten Allradantrieb. Der Grand Ufo ähnelt dem ab 15 990 Euro angebotenen, dreitürigen Dragon Ufo, wirkt aber eigenständiger. Unter der Haube steckt der 2,4-Liter-Motor aus dem Liner.

Entwickelt wurden die drei jungen Drachen bei einem der führenden chinesischen Hersteller, gebaut werden sie allerdings im Gegensatz zu den bereits eingeführten Modellen Ufo und GX6 in der Ukraine. Bei den Händlern sollen City, Liner und Grand Ufo in der dritten Novemberwoche stehen. Für das Frühjahr 2009 kündigt Dragon-Chef Karl Schlössl weitere Modelle an: einen Kleinwagen namens Dragon XXS, der mit 6.500 Euro alle anderen Autos auf dem Markt beim Preis unterbieten soll, und den großen, kühl gezeichneten Geländewagen Dragon Hover, mit dem China Automobile schon in Kürze in Österreich an den Start geht.

Jens Meiners/MID


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