Der Winter im Stubaital Abseits der weißen Pisten


Das österreichische Stubaital gehört in den Alpen zu den bekanntesten Winterzielen. Tag für Tag zieht es tausende in die Höhen des beliebten Skigebietes. Doch das Tal selbst hat dem Urlauber auch abseits des weißen Höhenteppichs einiges zu bieten.

Die meisten Skifans haben auf der Fahrt zum Stubaier Gletscher kaum Augen für das rund 25 km lange Tal kurz vor dem Brenner. Kein Wunder: die insgesamt rund 60 km Pisten geben fast ganzjährig Schneegarantie und die Aussicht in die Tiroler Bergwelt ist schlicht traumhaft. Doch das erste erfahrenswerte Skigebiet gibt es bereits am Anfang des Stubaitals. "Schlick 2000" verfügt zwar über keinen Gletscher, profitiert nicht selten jedoch von seiner günstigen Lage an der Grenze zwischen Alpennord- und Alpensüdkamm. Auch hier gibt es sichere Schneeverhältnisse. Direkt hinter dem Ort Fulpmes geht es mit der Gondel zum immerhin 2.100 m hohen Kreuzjoch. Die überwiegend leichten und mittelschweren Pisten sind nicht nur für Anfänger eine gute Wahl und im Vergleich zum bekannten Stubaier Gletscher für viele noch ein Geheimtipp. Besonders beliebt sind die lange Abfahrt bis zur 1.350 m hohen Mittelstation, das Kinderland und der Snowboard-Funpark. Die insgesamt zehn Hütten und Bars sind deutlich netter als die mächtigen Restaurants auf dem Gletscher.

Mal was anderes als Ski fahren

Doch der kleine Ort Fulpmes ist nicht nur eine gelungene Durchgangsstation zum Skivergnügen in Schlick 2000. Der Ort hat zahlreiche nette Geschäfte zu bieten. Abends empfiehlt sich nach der Einkehr in eines der Restaurants ein Abstecher auf die zentral gelegene Eisstockbahn. Unter hellem Flutlicht kann man auf der Jagd nach der "Taube" einen Blick hinter die Kulissen einer typischen alpenländischen Wintersportart werfen. Eisstockschießen - die kalte Mischung aus Kegeln und Boccia ist auch bei kühlen Temperaturen ein Renner. Besonders in kleinen Gruppen einige spaßige Abwechslung nach Sonnenuntergang und ein Muss als abendliches Ski-Alternativprogramm.

Das ansonsten wenig ansehnliche Schönberg am Eingang des Stubaier Tals ist der ideale Ausgangspunkt für einen abendlichen Winterspaß der anderen Art. Ein Anruf genügt und der Wirt des Gleinser Hofs holt einen am Tourismusverband Schönberg ab. Mit Geländewagen und den Schlitten auf dem Hänger geht es rund zehn Minuten hinauf bis zum abgelegen Gleinser Hof in 1.400 m Höhe. Von hier hat man eine wundervolle Aussicht auf das Stubaital. Die original österreichische Küche ist nicht zu schlagen. Knödelteller, Kaiserschmarrn und Schnitzel setzen dem Körper mächtig zu. Das erstklassige Essen jedoch kann man später auf dem Rodeltrip Richtung Schönberg wieder anteilig abtrainieren.

Höllenritt durch den dunklen Wald

Sehenswerte Rodelbahnen gibt es auch direkt in Neustift. Vom zentralen Ort im Stubaital geht es mit den modernen Elfer-Liften hinauf zum Bergrestaurant Agrar und zu Fuß rund eine halbe Stunde weiter zur 2.080 m hohen Elferhütte. Von hier gibt es einen besonderen Rodelspaß. Im Dunkeln geht es im Höllentempo Richtung Pinnistal. Die kurvige, unbeleuchtete und rund 8 km lange Strecke führt schließlich zur Issenanger- oder der urigen Herzebner Alm. Nach der Rodeltour durch den dunklen Wald hat man sich eine Stärkung verdient. Die schnellere Route ist beleuchtet und geht direkt zurück nach Neustift. Der Schlittenverleih kostet fünf Euro; die einzelne Bergfahrt teure 9,20 Euro. Das Stubaital macht nicht nur auf dem Gletscher Spaß.

Press-Inform

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