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Erdgas gegen Autogas: Wer hat die Nase vorn?

Trotz fallender Benzinpreise interessieren sich immer mehr Autofahrer für die alternativen Antriebe. Vor diesem Hintergrund gewinnt der Gasantrieb in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Aber fährt man besser mit Erdgas oder mit Autogas?

Täglich entstehen in Deutschland zwei neue Tankstationen für Autogas (LPG). Im Oktober 2008 wurden bereits mehr als 4100 Stationen gezählt, bis Ende des Jahres sollen es 4500 werden. Damit haben es Autogas-Tanker vergleichsweise leicht, eine passende Zapfsäule zu finden. Das Tankstellennetz für Halter eines Erdgas-Fahrzeugs ist weitaus weniger ausgebaut. Wer Erdgas (CNG) tanken will, muss sich mit rund 800 Zapfsäulen zufrieden geben.

Die Unabhängigkeit der LPG-Tanker gegenüber Erdgas-Schluckern wächst auch dadurch, dass bei der Umrüstung auf Autogas der Benzintank komplett erhalten bleibt. In CNG-Fahrzeugen fasst der Benzintank meist nur rund 14 Liter, um steuerlich als Gas-Pkw erfasst zu werden. Außerdem ist der Erdgastank größer und erfordert durch den notwendigerweise höheren Druck mehr Sicherheitsvorkehrungen. Auch beim Wiegen hat Autogas die Nase vorn. So wächst das Gewicht des Fahrzeugs beim Umbau auf Erdgas um rund 100 Kilogramm, bei der Umstellung auf Flüssiggas nur um 30 Kilogramm.

Beim Blick auf die Umrüstkosten spricht ein weiteres Argument für die LPG-Variante. Während für ein Erdgasfahrzeug - als Zuschlag zum Kaufpreis beim Neuwagen oder für die Umrüstung - rund 3500 Euro bis 4500 Euro bezahlt werden müssen, gibt es den Umbau zum Autogas-Mobil beispielsweise bei Chevrolet schon ab 2390 Euro. Der Erdgasfahrer hat aber nicht nur Nachteile. Bei der Garantie der reduzierten Mineralölsteuer sind Erdgasfahrzeuge klar im Vorteil, da sie eine Zusage bis zum Jahr 2020 haben, LPG nur bis 2018.

Fazit: Wer derzeit in Deutschland auf ein Gas-Auto umsteigen will, der hat beim Autogas zwei entscheidende Vorteile. Zum einen muss er bei der Umrüstung weniger tief in die Tasche greifen, als beim Erdgasumbau. Zum anderen ist er wesentlich mobiler und muss weniger weit fahren, um sein Fahrzeug zu betanken. Bei der künftigen Preisentwicklung haben die Erdgas-Autos aber die Nase vorn.

mid/sta / MID
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.