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Autokauf Kfz-Zulassung - so erspart man sich wochenlange Wartezeiten

Auf der Zulassungsstelle dauert es, bis man die Nummernschilder in der Hand hält.
Auf der Zulassungsstelle dauert es, bis man die Nummernschilder in der Hand hält.
© Arne Immanuel Baensch/ / Picture Alliance
Ein Auto zuzulassen ist kompliziert in Deutschland – vor allem dauert es sehr lang, bis ein Privatmann einen Termin bekommt. Mit einer Agentur wie Kroschke geht es sehr viel fixer.

Wer privat ein Auto zulassen will, erlebt seit einiger Zeit eine üble Enttäuschung, weil er einen Termin erst nach wochenlanger Wartezeit bekommen kann. Bis dahin darf er das neu erworbene Fahrzeug nicht nutzen. Da es der Vorbesitzer meist abgemeldet hat, hat es auch keine Nummernschilder mehr, darf also auch nicht auf öffentlichen Flächen abgestellt werden. Diese Situation ist je nach Zulassungsstelle unterschiedlich. In Hamburg hat der Engpass sogar dazu geführt, dass Elon Musk sich persönlich beim Bürgermeister beschwert hat.

Der Laie ärgert sich auch, weil die Anmeldung über ein Autohaus gleichzeitig in wenigen Tagen erledigt ist. Man fragt sich, warum werden die bedient und nicht ich? Die Antwort ist einfach: Der Autohändler geht nicht selbst zur Zulassungsstelle, er lässt diese Arbeit von einer speziellen Agentur erledigen. Die größte im Deutschland ist das Familienunternehmen Kroschke. Es hat Mitarbeiter in der Nähe aller Zulassungsstellen, und die haben bereits im Voraus Zeitfenster für die Zulassung gebucht.

Hilfe per Internet

"Der Gang zu einer Behörde, ist nie eine große Freude", sagt Philipp Kroschke. Gemeinsam mit seinem Bruder Felix leitet er das Unternehmen in der dritten Generation. "So nett die Leute da auch sein mögen, das ist ein Behördengang, der Zeit kostet. Wir helfen nicht nur Autohäusern, sondern jedem einzelnen Privatkunden, der nicht selbst auf die Zulassungsstelle möchte."

Neben dem Problem, überhaupt einen Termin zu bekomme, stellt die Zulassung auch einen beträchtlichen Zeitaufwand da. Es ist nicht möglich, das Verfahren in einer verlängerten Mittagspause zu durchlaufen. Wer berufstätig ist, muss einen Urlaubstag opfern.

Bei den Wartezeiten gelte die Faustregel "je größer die Stadt, je größer die Zulassungsstelle, je höher die Fallzahlen, desto länger sind auch die Wartezeiten", so Philipp Kroschke. Privatkunden passiert es auch mal, dass die Unterlagen unvollständig sind, dann müssen sie abbrechen und einen neuen Anlauf beantragen. Denn im föderalen Deutschland hat jede Zulassungsstelle ihre Besonderheiten, es gibt kein einheitliches Verfahren.

Der Prozess lässt sich aber auch weit einfacher gestalten, indem man die gleiche Agentur wie die Autohändler nutzt.

"Wir sind keine Internetseite mit einem Minibüro dahinter. Wir haben eine flächendeckende Organisation, die eigentlich in jeder Zulassungsstelle in Deutschland sitzt. Und wir haben wir schon sehr schon an Privatkunden gewand." In Deutschland gibt es kein einheitliches Formularwesen für das Thema Zulassung, sondern jede Zulassungsstelle macht es ein wenig anders. "Das muss man wissen, für eine Privatperson gibt es da immer unangenehme Überraschungen, weil andere Dokumente benötigt werden als beim letzten Mal. Bei uns sind diese Besonderheiten hinterlegt."

Dokumente und Nummernschilder werden per DHL geliefert. "Immer abgesichert, weil man sich an vielen Zulassungsstellen immer noch mit Originaldokumenten wie dem Ausweis ausweisen muss."

Auch mit Agentur muss man warten 

Innerhalb eines Tages geht es auch nicht mit den Kroschkes. "Der wesentliche Zeitfaktor, ist die Laufzeit auf der Zulassungsstelle. Wenn sie uns heute beauftragen, können wir dann am nächsten Tag die Dokumente abholen lassen, dann sind also am darauf folgenden Tag in der Zulassungsstelle. Dort dauert es so lange, wie die Zulassungsstelle eben braucht. Wir benötigen 48 Stunden für die zwie Sendungen. Aber so nach sieben bis zehn Tagen haben unsere Kunden die Nummernschilder."

Das Unternehmen wurde von 1957 von den Großeltern gegründet, nun wird es in der dritten Generation geführt. Insgesamt wird sich beim Thema Zulassung vieles ändern, da sind die Brüder sicher. Schon weil mehr Fahrzeuge im Internet verkauft werden. Die Zulassung wird dann Teil des Verkaufsprozesses, sagt Felix Kroschke. Der Kunde erwarte, dass das Auto dann fahrbereit und zugelassen bei ihm abgegeben wird. In Schnittstellen für solche digitale Prozesse sehen die Kroschkes die Zukunft für die Firma.

Moderater Aufpreis

Angst, dass die Dienstleistung überflüssig wird und alles per App erledigt wird, haben die Brüder nicht. "Das sind große Werte und sicherheitsrelevante Dokumente, das geht nicht mit einmal Fingerwischen auf dem Bildschirm."

Was kostet die Dienstleistung für den Kunden? "Wir verlangen 139 Euro vom Privatkunden unserer Website, da ist alles inklusive. Im Schnitt zahlt man so 30 bis 35 Euro für die Autoschilder, für eine Zulassung um die 40 Euro Gebühr und fünf Euro eine Feinstaubplakette. Dazu kommen die Versandkosten." Der Aufschlag für die reine Dienstleistung betrage dann etwa 30 Euro. Dafür spart man einen Tag auf der Behörde.


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