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Gebrauchtwagenkauf: Gebrauchtwagenkauf - So legen Autoverkäufer ihre Kunden herein

Sein Gewinn ist Ihr Verlust. Ein Autoverkäufer erzählt, was Kunden beim Verkauf ihres Wagens blüht oder was ihnen beim Kauf eines Gebrauchten passieren kann. Er räumt aber auch mit vielen Alltags-Mythen auf.

Es ist eine Kunst, den Kunden zufrieden zu machen und ihn doch zu übervorteilen.

Es ist eine Kunst, den Kunden zufrieden zu machen und ihn doch zu übervorteilen.

Auf Reddit kann man den User "Carsales2000" aus den USA alles fragen, was mit dem Autokauf zu tun hat. Seit Jahren gibt er bereitwillig Auskunft. Die dreisten Tricks des Gebrauchtwagenmarktes gibt es - so Carsales2000 - bei einem großen Händler nicht. Da werden weder Rostlöcher zugespachtelt, noch Sägespäne in die Kupplung gegeben. Aber trauen darf man Verkäufern nicht. Denn Leute wie Carsales2000 sind nicht dein Freund, sondern wollen dein Geld.

Warum lässt man Kunden schmoren?

Auch wenn der Deal in Minuten abgeschlossen wurde, passiert es immer wieder, dass der Verkäufer danach für eine Stunde am Schreibtisch verschwindet. Ziel ist es, die Kunden schmoren zu lassen. Zugesagt haben sie bereits, ein normaler Kunde verlässt danach nicht mehr den Laden. Aber nach der Wartezeit sinkt die Bereitschaft, die Verträge genau zu studieren und über Randbedingungen zu verhandeln. User "elmz370" kann das nur bestätigen: Er musste drei bis vier Stunden bei seinem Nissanhändler warten. "Aber ich kenne diesen Trick, bei mir haben sie nichts extra rausgeholt." Also Vorsicht, wenn man lange warten muss.

Soll man heimische Marken kaufen?

Soll man US-Marken kaufen? Der "reinste Mist", findet Carsales2000, weil die Leute nur auf die Marke achten. Wenn man die heimische Wirtschaft schützen will, sollte man zumindest wissen, welches Auto wo gebaut wird. Im Zweifel könne das auch ein Toyota sein, während der Ford im Ausland gebaut wird. Auch bei uns wird ein Volkswagen schon lange nicht mehr unbedingt in Deutschland produziert.

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Wer primär aufs Geld schaut, kommt an der Marke Dacia nicht vorbei. Die rumänische Renault-Tochter hat beispielsweise mit dem Lodgy ein Gefährt parat, das die Ansprüche von ausgewachsenen Familien sogar schon zur Hälfte von 20.000 Euro erfüllen kann. Ab 9990 ist der praktische Untersatz zu haben, mit einer überschaubaren Ausstattung und einem Benziner, der es auf 75 kW/102 PS bringt. Wer den Lodgy mit allen Extras  bevorzugt, bleibt auch noch deutlich unter den 20.000 Euro, denn der Lodgy Prestige dCi 110 mit sieben Sitzen und umfangreicher Ausstattung steht ab 16.680 Euro in der Preisliste.

Wer primär aufs Geld schaut, kommt an der Marke Dacia nicht vorbei. Die rumänische Renault-Tochter hat beispielsweise mit dem Lodgy ein Gefährt parat, das die Ansprüche von ausgewachsenen Familien sogar schon zur Hälfte von 20.000 Euro erfüllen kann. Ab 9990 ist der praktische Untersatz zu haben, mit einer überschaubaren Ausstattung und einem Benziner, der es auf 75 kW/102 PS bringt. Wer den Lodgy mit allen Extras  bevorzugt, bleibt auch noch deutlich unter den 20.000 Euro, denn der Lodgy Prestige dCi 110 mit sieben Sitzen und umfangreicher Ausstattung steht ab 16.680 Euro in der Preisliste.

Lassen sich Frauen leichter übers Ohr hauen?

"Frauen nehmen sich mehr Zeit zum Autokauf, aber Männer werden abgezogen, weil sie wegen des neuen Autos so aufgeregt sind und nicht mehr nachdenken." Betrogen werde aber kein Kunde bei einem Händler. Wenn man nicht aufpasse, bekomme man eben nicht den besten Preis. Tipp: Kontrolliert bleiben und nie glauben, dass der Verkäufer ein Kumpel ist.

Belügen Verkäufer ihre Kunden?

Carsales2000 sagt ganz klar: "Nein, unmöglich." Wenn so etwas passieren würde, etwa Schäden verschwiegen werden: "Email an den Hersteller. In unserem Geschäft würde der Verkäufer noch in der gleichen Stunde gefeuert werden."

Kann man verhindern, übervorteilt zu werden?

Nur, wenn man sich gut auskennt. "Es passiert immer wieder, dass ein Wagen für 5000 Dollar reinkommt und nach drei Tagen für 15.000 Dollar weiter verkauft wird." Carsales2000 gibt ein Beispiel. Kunden wollten ihren Alten loswerden. Geschätzter Verkaufspreis war 12.000 Dollar, 10.000 Dollar wäre ein fairer Einkaufspreis. Carsales2000 bot nur 8000. Die Kunden waren geschockt, also holte er bei seinem Boss noch mal 500 Dollar für sie raus. Dankbar unterschrieben sie. Ein harter Verhandlungspartner hätte 3500 Dollar mehr rausholen können. Tipp: Über realistische Preise für Kauf und Verkauf muss man sich vorher informieren.

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Verstehen Kunden die Finanzierung?

Nur die wenigsten Kunden würden auch nur die Basisbegriffe verstehen, meint Carsales2000. "Ich habe hier Offiziere der Armee und Mathematiklehrer, die verstehen weder das Steuersystem noch einen Kredit. Die glauben, sie hätten einen Bombendeal und haben eben Tausende in den Sand gesetzt. Ehrlich: Die Typen, mit denen du das meiste Geld machst, sind die glücklichsten Kunden." Tipp: Beim Autokauf darf man nie vergessen, dass die Finanzierungskonditionen ebenso wichtig sind wie der Kaufpreis.

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