HOME

Automarkt: Limousine war gestern – ein Fahrzeugtyp stirbt aus

Die klassische Limousine hat jahrzehntelang die Straßen und die Träume beherrscht. Doch weltweit ist die Liebe der Autofahrer zu dem klassischen Fahrzeugtyp erkaltet. Nicht nur die SUV schieben die Limousine auf den Schrott.

Ende einer Ära - die Zeit der Limousinen geht unrettbar ihrem Ende zu.

Ende einer Ära - die Zeit der Limousinen geht unrettbar ihrem Ende zu.

Unsplash

In alten Filmen kann man sich schnell auch in die alten Autos verlieben. Vor allem in die aus den USA. Ein atemraubendes Design, das keinen Wert auf Nützlichkeit legte, viel Platz im Innenraum - das zeichnete die Limousinen dieser Zeit aus. 

Doch das ist endgültig vorbei. Jahrzehntelang waren Limousinen die Nummer eins. Wer es sich leisten konnte, stieg in eine Limousine und belächelte Kombi- oder Kompaktwagenfahrer. Doch nun walzt die SUV-Welle die Viertürer mit Kofferraum in Grund und Boden. Ohne SUV-Look geht gar nichts mehr. Das fängt an bei Miniautos, die sich als Geländefahrzeug aufrüschen, geht weiter über ange-SUV-te Familienwagen und hört bei Modellen auf, die so groß sind wie ein kleiner LKW.

Automarkt: Zeit zum Abschiednehmen - die Limousine stirbt
Mercedes 560 SEL Baureihe W 126

Mercedes 560 SEL Baureihe W 126

Selbst die auffälligeren Varianten der Limousine, ob nun Coupé, Shooting Brake oder lang gezogenes Schrägheck, können dem Geländelook nichts entgegensetzen.

Die Freude an Kombis war ohnehin nur in wenigen Ländern ausgeprägt, dort hält sie sich aber zäh. In den anderen Ländern wurden die Kombis von multifunktionalen Crossovern verdrängt, die ein vergleichbares Platzangebot bieten, das aber gepaart mit der höheren Sitzposition und meist nur simulierten Offroad-Qualitäten.

Auslaufmodelle

Und die Hersteller reagieren. Das Drei-Box-Design (Motorhaube – Fahrgastzelle – Kofferraum) wird vom Markt genommen. Gerade bei Massenherstellern sind Limousinen nur noch Nebenprodukte. Anders sieht es noch aus, wenn das Logo eines Premiumherstellers auf der Motorhaube prangt. Ein Siebener BMW, eine Mercedes E-Klasse oder ein Audi A4 verkaufen sich nach wie vor exzellent. Aber einst mit Limousinen sehr erfolgreiche Marken wie Fiat, Toyota, Honda, Mazda oder Peugeot müssen inzwischen darum kämpfen, Volumenmodelle wie eine Tipo Limousine, einen 508 oder einen Avensis überhaupt zu verkaufen. 

Bei Alltagsmarken haben die Crossover-Mischungen gleich drei Segmente beiseite geräumt. Limousine, Kombi und auch den Minivan. Heute hat kaum jemand einen Zweifel daran, dass der VW T-Roc der kommende Golf sein wird, der BMW X3 dem normalen 3er das Wasser abgraben wird und der Mercedes GLA viel begehrenswerter ist, als die normale A-Klasse?

Selbst die Amis verschmähen die große Limousine

Toyota grübelt, ob es nicht klüger wäre, den erfolglosen Avensis einzustellen. General Motors steht wie andere US-Autobauer ratlos vor der Frage, wie man mit dem Ende der Limousine umgehen kann. Im Limousinen-Land USA stehen Chevrolet Impala, Ford Fusion / Taurus und demnächst auch der Chrysler 300 zur Disposition. Die Zahlen lügen nicht: Bei den großen US-Limousinen fiel die Zahl von 442.000 Neufahrzeugen im Jahre 2010 auf zuletzt gerade noch 261.924 Einheiten und dies auch nur durch gigantische Rabatte.

Das Schlimmste kommt noch

Und das ist nicht genug Unbill für die klassische Auto-Form: In spätestens 10 bis 15 Jahren werden sich autonom fahrende Autos etablieren. Ob sie - wie manche Studien nahelegen – aussehen werden wie ein rollendes Gurkenglas, sei dahingestellt. Aber ohne Lenkrad und Fahrer werden sie gewiss nicht der Limousine ähneln.

Der klassische Autotyp mag noch zwar noch ein wenig rollen, aber eigentlich ist die Limousine ein Dead Man Walking.

Kra mit Pressinform

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.