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Pariser Autosalon: SUV-Welle - Der Kunde will einfach alles, was nach SUV aussieht

Ob echter Offroader, Crossover-Coupé oder aufgemöbelter Kleinwagen: Ohne Gelände-Optik geht gar nichts. Der Kunde kann nicht genug vom SUV-Look bekommen.

Groß, gewaltig und bezahlbar: Der Kodiaq wird unzählige Familien ins SUV-Lager ziehen.

Groß, gewaltig und bezahlbar: Der Kodiaq wird unzählige Familien ins SUV-Lager ziehen.

In Paris stand die Elektromobilität erstmals seit langer Zeit wieder im Fokus. Aber daneben rollt die SUV-Welle - so wie schon seit Jahren. Frech könnte man sagen: Batterie-Autos werden wohl erst dann zum Erfolg, wenn sie auch die Lieblingsbauform der Kunden, nämlich einen SUV, antreiben.

Der SUV für die Familie

Wichtigste Neuheit ist sicher der Skoda Kodiaq. Mit 4,70 Meter Länge ist der Tschechen-SUV deutlich größer als seine Mitbewerber. Bei einem Preis ab 25.000 Euro bietet er einen Platz im Innenraum wie etwa der BMW X5. Ein absehbarer Erfolg, der auch die Marke Skoda vom Image des Wagens der Vernünftigen und der Sparfüchse befreien könnte.

Ähnlich bedeutend für die Marke, aber mit deutlich kleinerem Marktanteil, ist die fünfte Generation des Land Rover Discovery. Dafür ist der Discovery immerhin ein echter Geländewagen. Das Butter-und-Brot-Modell der Briten wurde mächtig auf Diät gesetzt. Die neue Alu-Plattform PLA (Premium Lightweight Architecture) verliert 480 Kilogramm gegenüber dem Vorgänger. Die Preise laufen sich bei 50.500 Euro langsam warm.

Audi frischt auf 

Der Audi Q5 ist seit 2008 auf dem Markt und wirkt entsprechend angestaubt. Der neue Q5 basiert technisch auf dem aktuellen A4, die Optik orientiert sich erwartungsgemäß am mächtigen Q7. Damit bei Porsche auch etwas passiert, gibt es beim Macan Turbo Performance eine Leistungsspritze - 40 PS mehr Leistung und 50 Newtonmeter mehr Drehmoment holt man aus dem Turbo raus. Auch bei Mercedes gibt es eine Leistungsvariante, nämlich das GLC 43 Coupé mit 367 PS. Wirklich neu ist die Mercedes E-Klasse All-Terrain. Genaugenommen ein höhergelegter Kombi mit Plastikbeplankung - wie vom Audi A6 Allroad bekannt.

Mehr SUV-Coupés

BMW hat noch kein Serienmodell, zeigt aber mit dem X2 Concept eine Coupé-Version des X1. Auch dies ist ein erwartbarer Erfolg. Peugeot spielt bei den SUVs nur eine Nebenrolle und zeigt die SUV-Brüder 5008 und 3008. Beide basieren auf Konzernplattform EMP2 und bringen deutliche Verbesserungen bei Gewicht und Raumangebot. In Deutschland werden sie auch weiterhin keine Rolle spielen. Der Suzuki Ignis bedient mit 3,70 Meter Länge von vornherein die Nische des sehr kompakten SUVs. Opel frischt seinen Kleinwagen Karl mit der SUV-Variante "Rocks" auf. 18 Millimeter mehr Bodenfreiheit, eine erhöhte Sitzposition und eine typische SUV-Optik mit ausgestellten Radläufen sowie Unterbodenschutz sollen Kunden am unteren Ende des Preisgefüges anlocken. Nicht zuletzt stellt Ssangyong den Nachfolger des Rexton vor. 

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