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Elektro-Roller von Mini und Smart: Ökologisch korrekt und trendy

Elektro-Roller sind in. Sie verbreiten keinen Zweitaktgestank, nutzen den angesagten Stromantrieb und sind dabei bezahlbar. Auf dem Pariser Automobilsalon zeigen Smart und Mini sehenswerte Elektro-Scooter.

Ginge es nach den Grünen, soll Zweitakt-Motoren schon bald das politische Aus drohen. Die Zukunft könnte jedoch Rollern mit Elektromotor gehören. Mini und Smart zeigen auf dem Pariser Automobilsalon Anfang Oktober jeweils schmucke Studien von Elektro-Scootern. "Vorreiter" sind die deutschen Nobelhersteller nicht Schließlich stehen in jedem Baumarkt seit Jahren Elektroroller aus China. Diese Modelle sind sehr günstig, funktionieren auch, sehen aber nach nichts aus. In Sachen "Style" hängen Smart und Mini die namenlosen Chinaroller locker ab.

Mit Mini ins Mod-Revival

Ein flottes Trio stellt der szenige BMW-Ableger Mini an der Seine vor. Ego, Eco und Mot haben alle auffällige Ähnlichkeiten zu den gängigen Mini-Fahrzeugen und sind mit ihrem 60er-Jahre-Styling bunt genug, um auf dem Pariser Salon für genügend Aufsehen zu sorgen. "Mit dem grün-braunen Ego kann ich mir zum Beispiel einen Banker vorstellen, der mit seinem Elektro-Scooter zur Arbeit fährt", so Mini-Chefdesigner Gert Hildebrand, "die drei Roller zeigen mit ihrem Design und ihren Proportionen deutliche Anlehnungen an unsere Mini-Modelle." So fällt der Blick auf Eco, Ego und Mot auf Entsprechungen bei Scheinwerfern, Mitteninstrument und den Motorradspiegel. Gestartet werden die drei Elektromodelle von Mini ebenso wie das Pendant von Smart visionär per iPhone, das in das Armaturenbrett im Lenker eingelegt wird. Gert Hildebrand: "Mit den Scootern wollen wir unsere Kundschaft verjüngen und früh an die Marke Mini heranführen." Am Roller-Projekt arbeiteten in den letzten Monaten zehn Designer von Mini und BMW Motorrad Hand in Hand.

Smart macht auf "sicher"

Ebenso wie die Mini-Drillinge hat auch der Smart Escooter eine flüsterleisen Elektromotor, der für rund 50 km/h Spitzentempo und eine Reichweite von rund 100 Kilometern ausgelegt ist. Der Escooter ist jedoch deutlich zurückhaltender gestylt, zeigt Anlehnungen an den Smart Fort Electric-Drive; nicht zuletzt durch die nachempfundene Sicherheitszelle. Smart-Chefin Dr. Annette Winkler: "Viele Kunden freuen sich schon auf die emissionsfreie Fortsetzung der vision smart. Jetzt stellen wir mit dem Escooter alle diese Eigenschaften auf zwei Räder." Für Sicherheit sollen ABS, Airbag und ein Totwinkelassistent sorgen.

Auf dem Pariser Salon dürften alle vier Roller für Aufsehen sorgen, doch ob die Projekte Realität werden, ist ungewiss. In der bösen Wirklichkeit darf man Zweifel anmelden, ob die Preisvorstellungen der Edelhersteller sich im Markt durchsetzen lassen. Banker mit Drittfahrzeug gibt es nicht allzu viele.

Kra/Press-Inform

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