HOME

Rallye Dakar 2010: Triumph des schwarzen Monsters

Wenn er auftaucht, macht das Herz der Rallye-Dakar-Fans einen Freudensprung: Robby Gordon in seinem spektakulären Hummer gewann die letzte Etappe und spricht mit stern.de über den Spaß am V8-Motor.

Von Stefanie Szlapka

Die Freude der Zuschauer liegt nicht nur am unverwechselbaren Sound des V8-Motors. Gordon, der Amerikaner, weiß immer eine gute Show abzuliefern und ist dabei auch noch schnell. Ohne den schwarzen Hummer würde der Dakar-Szene etwas fehlen. Die Konkurrenz hat ihn immer auf dem Programm, wenn es um einzelne Tagessiege geht. Gordon ist immer zur Stelle, wenn andere einen Fehler machen.

Dabei ist er nicht nur um Off-Road-Sport unterwegs, sondern verbringt zahlreiche Wochenende auf der Rundstrecke. Gordon gehört in den USA sicherlich zu den geschäftigsten Rennfahrern. Ihm unterstehen in seinem Rennteam immerhin 75 Personen. 2005 bestritt er in einem VW-Touareg die Rallye Dakar und wurde der erste Amerikaner, der eine Etappe gewinnen konnte. Doch der Durchbruch in die Herzen der Fans gelang Gordon mit seinem Wechsel in den Hummer ein Jahr später.

So hatte er dieses Jahr von Anfang an Aufmerksamkeit auf seiner Seite, als er in Buenos Aires mit einem ordentlichen Anlauf über die Startrampe sprang. Doch sobald es ernst wird, ist auch er mit voller Konzentration dabei. Vier Tage später sicherte sich er seinen ersten Etappensieg – wenn auch nur mit einer Sekunde Vorsprung auf den momentanen Gesamtführenden Stéphane Peterhansel. Das Biwak in Copiapo war zuerst überrascht, freute sich aber auch für den quirligen Amerikaner. Die Herzen der Südamerikanischen Fans hat er schon längst erobert. Robby Gordon zu stern.de

"Ich bin auch etwas überrascht, warum die Leute hier auf den Hummer stehen. Wir haben hier wirklich eine große Fangemeinschaft aufgebaut. Ich denke, das liegt daran, dass wir schnell sind und dazu noch jede Menge Spaß haben. Das ist der amerikanische Weg… Vielleicht ist es das schwarz-grüne Monster selbst, vielleicht aber auch der V8 Motor. Der gibt wenigstens was her, denn um ehrlich zu sein, den Diesel-Motor finde ich richtig langweilig. Unser Motor sorgt für Emotionen.

Russische Mechaniker haben einen Bentley-Panzer aus Luxuswagen und Kettenfahrzeug gebaut.

Heute war mein Tag und der Etappensieg hat uns wirklich gut getan. Leider hatten wir gestern viel Zeit verloren, da ich mich einmal festgefahren hatte. Später habe ich einen Wegpunkt verpasst und zu allem Übel, stieg dann auch noch die Motorentemperatur zu stark an. Das waren gleich drei Probleme, die uns innerhalb kürzester Zeit – bang, bang, bang – erwischten.

Doch wir können uns jetzt nicht einfach fallen lassen. Deswegen hatte ich mir für heute vorgenommen, so hart wie möglich zu pushen und ich denke, es ist uns gelungen, das Beste herauszuholen. Wir werden auch noch weiterkämpfen, schließlich gibt es morgen noch ein Rennen und den Tag danach und den Tag danach und… dann steht der Ruhetag in Antofagasta auf dem Programm. Erst dann beginnt das eigentliche Rennen! Bis dahin gilt es die Tage zu überstehen und das Auto ganz zu lassen."

Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity