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Reifenwechsel: Bald wird es Zeit für Sommerreifen

Wenn die Temperaturen steigen, sollen die Winter- gegen die Sommerreifen getauscht werden. Aber warum eigentlich? Was Sommerreifen besser machen.

Mit dem Frühlingsbeginn müssen sich Autofahrer auch wieder über das Umrüsten auf Sommerreifen Gedanken machen. Solange allerdings noch Frost droht, muss man mit der Montage von Sommerreifen warten. Generell sollten Sommerreifen erst aufgezogen werden, sobald die Temperaturen dauerhaft über sieben Grad liegen.

Wozu benötigt man eigentlich Sommerreifen?

In Winter- wie auch in Sommerreifen ist die Gummimischung auf die Temperaturen der Jahreszeit abgestimmt. Ein Sommergummi wird bei minus 20 Grad steinhart und kann entsprechend weniger Haftung auf dem Boden erreichen. Ein Wintergummi wird im Hochsommer dagegen sehr weich. Das führt zu einem erschreckend hohen Verschleiß des Reifens, aber auch zu Defiziten bei der Sicherheit. Kommen hohe Temperaturen und scharfe Fahrweise zusammen, fängt die Mischung an, auf der Straße zu schmieren. Die Haftung in Kurven und beim Bremsen nimmt dann rapide ab. Der "weiche" Winterreifen erhöht auch den Spritverbrauch.

Gefahr von Aquaplaning?

Auch ohne besondere Beanspruchung kann ein Winterreifen im Juli in Sachen Bremswirkung und Aquaplaning nicht mit einem Sommerreifen mithalten. Der Bremsweg ist mir einem Winterreifen immer länger. Seine Lammellenstruktur ist für den Griff auf Schnee optimiert, die Blockstruktur des Sommerreifens soll vor allem das Aufschwimmen des Reifens im Wasser verhindern. Dazu dient beim Sommerreifen eine spezielle Wischkannte auf den Gummiblöcken, die den Wasserfilm durchstößt. Ein Winterreifen hat das nicht, bei schweren Regenfällle verliert er den Kontakt zum Boden. Brems- und Lenkmanöver werden zu einem riskanten Glücksspiel.

Ganzjahresreifen

Eine Alternative sind Ganzjahresreifen. Sie erreichen nicht die speziellen Eigenschaften von Winter- und Sommerreifen sind aber ein guter Kompromiss, wenn der Wagen überwiegend in der Ebene benutzt wird. Mit Ganzjahresreifen spart man sich nicht nur einen zweiten Reifensatz, auch der Reifenwechsel und das Einlagern entfallen.

Prüfen der Winterreifen

Vor dem Wechsel auf die Sommerreifen sollte man prüfen, ob die alten Winterreifen noch eine Saison halten oder ob neue angeschafft werden müssen. Werden die alten Pneus nochmal montiert, sollten sie auf sichtbare Schäden wie Risse, Beulen oder andere Schadstellen überprüft werden. Das Profil sollte laut Gesetzgeber mindestens 1,6 Millimeter aufweisen - für sichere Fahrt reicht diese Grenze jedoch nicht aus. Daher muss das Profil deutlich über der Mindesttiefe liegen. Experten empfehlen mindestens drei Millimeter. Grundsätzlich sollen Reifen nicht älter als acht Jahre alt sein. Das Alter erkennt man der vierstelligen DOT-Nummer, die ersten zwei Ziffern geben die Kalenderwoche an, die letzten beiden das Fertigungsjahr (4503 entspricht der Kalenderwoche 45 in 2003).

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