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Elektro-Klapprad: Klein, faltbar und Elektro-Power - so fährt das Tern eLink D7i

Raus aus dem Kofferraum, rauf auf den Radweg. Das Tern eLink ist ein Faltrad für Reisende. Es beweist, wie flott ein kleines Rad sein kann, wenn es einen Elektromotor besitzt.

Das Tern eLink D7i ist ein ausgewachsenes kleines Rad, bereit auch für mittlere Touren.

Das Tern eLink D7i ist ein ausgewachsenes kleines Rad, bereit auch für mittlere Touren.

Bei Autos kommt die E-Mobilität in Deutschland nicht recht voran, beim Rad sind die Deutschen ganz versessen auf den Stromantrieb. So versessen, dass viele Räder ausverkauft sind und der Kunde lange Bestellzeiten in Kauf nehmen muss. Etwas vernachlässigt ist die Kombination von Faltrad und Stromantrieb. Einer der Vorreiter ist das eLink des taiwanesischen Herstellers Tern. Der Gründer von Tern hatte sich einst von seinem  Vater und damit von dem weltweiten Marktführer Dahon getrennt, um eine eigene Marke zu etablieren, die vor allem für hochwertige Falträder steht.

Gebaut für den Kofferraum

Das Tern eLink D7i baut auf dem Tern D7i auf. Es gehört nicht gerade zu den kleinsten Falträdern. Schon wegen des Gewichtes von etwa 20 Kg eignet es sich nicht für den Pendler, der täglich mit dem Faltrad unter dem Arm in die Bahn sprintet. Das eLink wurde für ein bequemes Fahrerlebnis auch auf mittleren Distanzen entworfen. Zusammengelegt lässt es sich im Kofferraum oder im Wohnmobil mit auf Reisen oder Ausflüge nehmen. Der Vorteil ist klar: Zwei dieser Räder gehen bequem in einen Kofferraum, bei einem herkömmlichen eBike müsste das Fahrzeug über Anhängerkupplung und Heckträger verfügen, der dann auch noch für den Radtransport montiert werden muss.

Das ist der Sinn des Rades: Es kann einfach in einem Auto oder mit der Bahn transportiert werden.

Das ist der Sinn des Rades: Es kann einfach in einem Auto oder mit der Bahn transportiert werden.

Wegen des üppigen Packmaßes des Rades geht der Zusammenbau sehr flott vonstatten: Es funktioniert absolut simpel und ist von jedem in 30 Sekunden zu bewältigen. Vor allem ist es nicht notwendig, eine exakte Abfolge der Arbeitsschritte einzuhalten. Auseinanderklappen, Lenker und Sattel hoch und fertig. Die mittige Kupplung schließt das Rad beim Fahren sehr steif zusammen. Auch bei Geschwindigkeiten von über 30 km/h bleibt das eLink absolut stabil. Zum angenehmen Fahreindruck tragen die 20 Zoll Reifen mit üppiger Bereifung bei - sie geben auch auf losen Untergrund guten Halt und bieten eine gewisse Dämpfung. Das Rad ist kein Offroader, aber einen Feldweg wie im Werbevideo bewältigt das Rad ganz gut. Zum sicheren Halten sind unspektakuläre Felgenbremsen verbaut. Nicht gerade ein Fest für Materialfetischisten, an der Funktion konnte man aber nichts aussetzen.

Attraktiver Preis

Als Antrieb dient der kleine Mittelmotor von Bafang, die Batterie hat die normale Kapazität von 365 kWh. Technisch mag Bafangmotor Defizite in der Ansteuerung gegenüber den Modellen von Derby, Bosch oder Yamaha haben. Sie machen sich aber eher bei sportlichen Rädern bemerkbar. 

Hier beim eLink verrichtet die Fahrhilfe ruhig und entspannt ihren Dienst. Im direkten Vergleich fällt der China-Motor aber gegenüber Motoren von Panasonic oder Bosch ab. Die Einstellungen wurden passend zum Rad bewusst sanft gehalten. Die Reichweite wurde mit 50 Kilometern im Prospekt sehr knapp angegeben. Auch mit höchster Unterstützung und Top-Geschwindigkeit sollten wohl eher 80 Kilometer möglich sein. Fährt man eher etwas langsamer, müsste die Kapazität entsprechend länger vorhalten. 

Mit Beleuchtung, Schutzblechen, einem stabilen Sattel und einem Tragegriff unter dem Sattel ist das eLink praxisgerecht ausgestattet. Die elegante Form des Radrahmes leidet leider unter der Verkabelung des E-Antriebes. Kosten soll der Spaß laut Liste faire 1999 Euro, im Versand ist das Rad ab 1700 Euro zu bekommen.

Fazit: Das Tern eLink D7i ist  ein alltagstaugliches Faltrad. Eine interessante Alternative, wenn man einen einfachen Transport mit dem oder Wohnmobil wünscht. Kurze und mittlere Strecken bewältigt es gut, auch wenn der Untergrund einmal nicht total eben ist. 

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