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Falträder: Strida - das ideale Rad für den Bahnpendler

Das Faltrad von heute hat mit dem Klapprad aus den 70ern nur noch wenig gemein. Es wird nicht mehr nur in der Mitte zusammengeklappt, sondern an verschiedenen Kanten zusammengefaltet.

Das Strida ist ein Hingucker, es wird in einer Palette unterschiedlicher Looks angeboten.

Das Strida ist ein Hingucker, es wird in einer Palette unterschiedlicher Looks angeboten.

Das Faltrad von heute hat mit dem Klapprad aus den 70ern nur noch wenig gemein. Es wird nicht mehr nur in der Mitte zusammengeklappt, sondern an verschiedenen Kanten zusammengefaltet. Das ergibt ein handliches Packmaß von der Größe einer Sporttasche. Der aktuelle Boom der Falträder liegt jedoch an der steigenden Beliebtheit bei Pendlern. Denn das Faltrad profitiert darf zusammengelegt immer in Bus und Bahn mitgenommen werden. Die Mitnahme ist sogar in ICE-Zügen erlaubt, in denen sonst überhaupt kein Fahrradtransport möglich ist.

In diese Lücke stößt das Strida das wir uns genauer angesehen haben, Alternativen finden Sie in der Fotostrecke. Die Idee zum Konzept hatte der britische Designer Mark Sander, Das Design wurde von Italienern aufpoliert. Beide Gene merkt man dem Rad auch an: spleenig wie die Briten und schick wie Italien. Das Strida-Bike wurde nicht daraufhin optimiert, sich möglichst klein und dafür auch etwas umständlich zusammenlegen zu lassen. Es ist ein Pendler-Rad und lässt sich mit nur einer Hand in wenigen Sekunden einfach zusammenlegen. Das ist nicht nur ein Reklamespruch, es funktioniert tatsächlich, solange man die richtige Reihenfolge der Handgriffe einhält. Nettes Detail: Die Laufräder werden durch Magnetkraft fixiert.

Hauptvorzug des Strida ist der Trolley-Mode.

Hauptvorzug des Strida ist der Trolley-Mode.

Einmal zusammengeklappt, rollt das Rad auf seinen Rädern und lässt sich wie ein Trolley ziehen oder auch schieben. Man kann mit ihm im Schlepptau sogar eine Treppe hinaufsteigen. Für Pendler ist das ideal, denn das Strida lässt sich sehr viel leichter bugsieren, als Räder, die getragen werden wollen, wenn sie erst einmal zusammengefaltet sind. Beim Tragen eines Faltrades ist man immer mit zwei Problemen konfrontiert: Das eine ist Dreck an den Reifen, das andere das bloße Gewicht. Viele Räder wiegen um die 14 Kilogramm, kommt dann noch eine Aktentasche mit Notebook hinzu, wollen 20 Kilogramm getragen werden. Diesen Kraftakt vermeidet man mit dem rollenden Strida. Lenker und Pedale lassen sich ebenfalls einklappen, für den typischen Bahnfahrer ist das aber gar nicht nötig.

Das Strida punktet mit einem extravaganten Aussehen, der Rahmen formt ein gleichschenkliges Dreieck. Sattel und Gepäckträger sind harmonisch integriert. Das Rad wird in verschiedenen Stilrichtungen angeboten: Vom Retro-Look in Britisch-Racing-Green bis hin zu Neonfarben gibt es für jeden etwas mit passendem Zubehör. Beim Strida fährt das Auge mit.

Positiv auch, dass das Rad recht preiswert ist. Die Preisliste startet bei 595 Euro. Das getestete Strida Evo verfügt über Aluminiumräder in 18 Zoll und hat mit 9,5 Kilogramm inklusive Schutzblechen, solidem Gepäckträger und bequemen Sattel ein sehr geringes Gewicht. Eine Besonderheit ist die kabellose Tretlagerschaltung mit drei Gängen und der Antrieb mit einem Kevlarriemen anstatt einer Kette. Auch mit dieser opulenten Ausstattung liegt der empfohlene Verkaufspreis unter 1000 Euro.

Das Strida wurde ausgelegt für städtische Distanzen und moderates Tempo.

Das Strida wurde ausgelegt für städtische Distanzen und moderates Tempo.

In der Praxis überzeugen das unkomplizierte Zusammenfalten des Rades und der mühelose Transport im Trolleymode. Hoher Schwerpunkt und der lange Lenkervorbau führen allerdings zunächst zu einem zuerst etwas gewöhnungsbedürftigen Fahrgefühl. Die hohe Sitzposition kommt Radlern entgegen, die lieber aufrecht wie auf einem Hollandrad sitzen, bevor sie über dem Lenker kauern. Ein potentielles Rennbike wie das Brompton ist das Strida daher nicht, es ist für die moderate Gangart in der Stadt gedacht. Ob aufrecht oder vornüber ist zwar eine Geschmacksfrage, aber nicht unwichtig: Wer sich hier falsch entscheidet, wird mit seinem Rad nicht glücklich.

Fazit: Cool aussehendes Rad mit großen Vorzügen beim Transport und ausgezeichneter Verarbeitung. Um das Rad bequem schieben zu können, muss man ein mit 115 cm recht langes Packmaß - entspricht einer Golftasche - in Kauf nehmen. Optisch hält das Strida mit den Klassikern Birdy und Bombton mit, bei deutlich geringeren Preisen.

Gernot Kramper
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.