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Von Wlan bis Radtransport: Diesen Service bieten die neuen Fernbuslinien

Busfahren ist nicht nur günstig, Buslinen bieten auch Service wie Klimatisierung, kostenfreies Wlan und Fahrradtransport. Aber Leistungen, die bei den einen umsonst sind, kosten woanders viel Geld.

Von Gernot Kramper

Alle Fernbusanbieter versprechen Komfort, aber teilweise gibt es gravierende Unterscheide.

Alle Fernbusanbieter versprechen Komfort, aber teilweise gibt es gravierende Unterscheide.

Das Netz an Fernbuslinien wächst - aber es ist nicht einfach, den Überblick zu bewahren. Hilfe bieten spezielle Portale, die Abfragen und Buchungen bei verschiedenen Buslinien ermöglichen. Zu diesen Seiten zählt auch das junge Unternehmen Fahrtenfuchs.de. Das Portal hat nun einen Bus-Check veröffentlicht.

Es handelt sich dabei nicht um einen Praxistest der Buslinien, wie man vielleicht denken könnte, sondern um eine Zusammenstellung von Serviceinformationen. Dazu gehören grundlegende Infos über die Größe des Streckennetzes, die Hotline und Servicenummern. Am Wichtigsten ist die Sammlung nützlicher Details, die man sonst nur schwer in Erfahrung bringen kann.

Zwischen Komfort- und Holzklasse

Die neuen Fernbuslinien bieten generell ein hohes Komfortniveau. Das fängt bei den Standards wie Klimaanalage und Toiletten an, die jeder Betreiber garantiert. Kostenfreies Wlan gehört auch dazu, einige Firmen versprechen es allerdings noch nicht in allen Bussen. Gleiches gilt für die Versorgung mit Stromanschlüssen. In beiden Disziplinen lassen die Busse die Bahn hinter sich. In allen Bussen werden die Reisenden mit Snacks und Getränken versorgt - übrigens zu moderaten Preisen.

Große Unterscheide gibt es aber beim Abstand der Sitzreihen. Flixbus bietet stattliche 83 cm an, Aldi-Reisen garantiert nur 72 cm. Zehn cm Unterschied hört sich wenig an, macht aber viel aus. Ebenfalls nützlich sind die exakten Angaben zu Gepäckgrößen und Fahrradmitnahmen. Die Bedingungen beim Gepäck sind überraschend großzügig, aber es gibt auch unangenehme Überraschungen. Tierfreunde dürften nicht erwarten, ihren Liebling mit auf die Reise nehmen zu können. Häufig ist die Mitnahme von Tieren im Bus grundsätzlich nicht möglich. Eine Sitzplatzreservierung ist ebenfalls eher die Ausnahme. Sie wird nur von City2City und ADAC-Postbus angeboten. Familien und Gruppen können also nicht unbedingt davon ausgehen, auch zusammen sitzen zu können. Tröstlich ist aber, dass niemals mehr Tickets als Plätze verkauft werden. Eine Reise im Gang wie in der Bahn wird dem Reisenden nicht zugemutet.

Ermässigungen für Kinder und Behinderungen

Aufpassen muss man auch bei den Stornokosten. Berlin Linienbus zum Beispiel erlaubt eine kostenfreie Stornierung bis zu drei Tagen vor Reiseantritt - erstattet das Geld allerdings nur in Form eines Gutscheins. Bei ADAC-Postbus sind pro Stornierung zehn Euro fällig, angesichts der günstigen Buspreise ist das ein stolzer Betrag.

Für Kinder und Jugendliche gibt es immer Ermäßigungen, aber auch hier lohnt das Nachforschen. Bei manchen Buslinien zahlen Kleinkinder gar nichts, andere verlangen 40 Prozent des regulären Fahrpreises. Eklatante Unterschiede gelten auch für Schwerbehinderte. Im Idealfall fahren sie und eine Begleitperson kostenfrei (www.deinbus.de). Es kann aber auch passieren, dass Behinderte voll zur Kasse gebeten werden wie etwa bei Publicexpress.

Busreisende können sich das nützliche Dokument beim Fahrtenfuchs im PDF-Format herunterladen.

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