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stern-Test: Diesel gegen Benziner

Hohe Spritpreise und neu entwickelte Motoren werfen die Frage auf: Lohnt sich der Diesel noch? Ein Test mit zwei Modellreihen von Audi und BMW gibt Antwort.

Von Peter Weyer

Dieselautos fahren preisgünstiger als Benziner - jahrzehntelang galt diese Faustformel wie ein Naturgesetz. Bis Ende Mai. Über Nacht zogen die Durchschnittspreise für Diesel erstmals auf gleiche Höhe wie die für Benzin. Inzwischen sind die Preise zwar wieder ein wenig zurückgegangen. Doch die nächste Welle kommt bestimmt. Selbstzünder-Fans fragen sich seit dem Frühsommer bang: Lohnt der Diesel noch? Der stern gibt eine Antwort darauf und wollte es deshalb auf den Cent genau wissen. Zwei Zwillingspaare mit jeweils unterschiedlichen Spritanforderungen gingen in die Bilanzprüfung:

  • die beiden Kompakt-Vertreter BMW 118i (Benzin) und 118d (Diesel)
  • und für die obere Mittelklasse der Audi A6 2.0 TFSI (Benzin) und der A6 2.7 TDI (Diesel).

Die kleinen Münchner sind ideale Vergleichsmuster, denn sie haben den gleichen Hubraum, die gleiche Leistung und die gleiche Höchstgeschwindigkeit. Und: Beide sind weltweit Spitze mit ihrer Spartechnik. Dazu zählen etwa Start-Stopp-Automatik, Bremsenergierückgewinnung, serienmäßige Spritsparreifen mit niedrigem Rollwiderstand und spezielle Kühlerlamellen. Diese beweglichen Luftklappen im Bug schotten den Kühler gegen den Fahrtwind ab - wenn bei normaler Fahrt nicht die volle Kühlluftmenge nötig ist. Dann ist die Frontpartie geschlossen und glatt, bietet dem Wind also weniger spritfressenden Widerstand.

Die reine Spritrechnung täuscht

Aber trotz gleicher Knauser-Technik fahren die beiden BMW an der Zapfsäule in zwei Klassen vor: Der Diesel schluckt 5,9 Liter und kostet mit 8,56 Euro je 100 Kilometer rund drei Euro weniger als der Benzinbruder. Daran ändert sich auch kaum etwas, wenn Diesel-und Benzinpreis jeweils auf 1,75 Euro je Liter anziehen sollten, wie der stern in einer fiktiven Beispielrechnung darstellt. Grund: Der Diesel-Minderverbrauch ist mit 1,8 Litern auf 100 Kilometer ziemlich groß. Ermittelt nicht nach praxisfernen Normwerten, sondern im stern-Test unter realistischen Alltagsbedingungen erfahren.

Aber die reine Spritrechnung täuscht. Denn bei den Betriebskosten, die von den meisten Besitzern verdrängt werden, schrumpft der Dieselvorteil des kleinen BMW deutlich. Neben den Kraftstoffpreisen fließen in die komplette Bilanz beispielsweise auch Neupreis, Wertverlust, Wartung, Steuer und Versicherung ein. Die meisten Einzelposten liegen deutlich höher als bei einem vergleichbaren Benziner. Macht unterm Strich: Pro Kilometer ist der Selbstzünder bei den tatsächlichen Gesamtkosten insgesamt nur einen Cent billiger. Bei einem monatlichen Aufwand von rund 507 Euro spart er trotz seines Vorsprungs beim Tankstopp nur knapp zwölf Euro gegenüber dem Benziner-Zwilling.

Diesel wird es künftig schwerer haben

Anders fällt die Rechnung in der oberen Mittelklasse aus. Zwar spart der große Audi-Diesel noch an der Zapfsäule, bei den Betriebskosten holt aber der Benziner den Sieg. Entscheidender Faktor ist Audis neue Motorengeneration. Weniger Gewicht, weniger Hubraum, aber kein Leistungsdefizit dank mehrfacher, stufenweiser Aufladung durch Turbo und Kompressor (Downsizing), zudem eine bessere Kraftstoffausbeute, also ein höherer Wirkungsgrad durch weniger innermotorische Reibung und verbesserte Direkteinspritzung. Ergebnis beim A6: Der moderne TFSI-Benziner verfehlt nur hauchdünn die Fahrleistungen des bulligen TDI-Diesels - braucht dafür aber deutlich weniger Hubraum und statt sechs nur vier Zylinder. Allein dieses Abspecken drückt den Neupreis um knapp 6000 Euro und damit gewaltig die Betriebskosten.

Gegen die deutlich verbesserten Benzinmotoren wird es der Diesel künftig noch schwerer haben. Denn die Selbstzünder bekommen bei schärfer werdenden Schadstoffvorschriften zusehends Schwierigkeiten mit dem Abgas. Rußpartikel sind nur ein Problem. Das zweite heißt Stickoxid. Das gilt als Vorläufersubstanz für Feinstaub und Ozon. Dagegen gibt es je nach Hersteller zwar Helfer wie Speicher-Kats, Oxidations-Kats, Filter und chemische Beigaben (Harnstoff), doch all das ist technisch aufwendig und teuer.

Linderung des steigenden Kostendrucks könnte die geplante Kraftfahrzeugsteuer bringen. Sie basiert nicht mehr auf dem Hubraum, sondern auf dem Kohlendioxidausstoß. Da ist der Diesel durch seinen Minderverbrauch im Vorteil. Aber der fällt bescheiden aus, denn die Steuer wird in jedem Fall nur für Neufahrzeuge gelten, außerdem zählt sie bei den Gesamtkosten eher zu den kleineren Posten.

Mitarbeit: Dirk Vincken

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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