VERKEHR Brand in US-Raffinerie treibt Ölpreise höher


Ein Brand in einer US-Raffinerie hat am Dienstag Sorgen über eine Benzinknappheit in den USA geschürt und zu einem Anstieg der Ölpreise geführt.

Ein Brand in einer US-Raffinerie hat am Dienstag Sorgen über eine Benzinknappheit in den USA geschürt und zu einem Anstieg der Ölpreise geführt. Ein Barrel (das Fass zu 159 Liter) der marktführenden Nordsee-Ölsorte Brent zur Lieferung im Juni kostete in London am Nachmittag 26,78 Dollar und somit 23 Cent mehr als am Montagabend. In der Spitze war der Preis bis auf 26,90 Dollar geklettert. Schlechte Vorzeichen also, für günstigere Spritpreise.

Nach dem Feuer in der Ölraffinerie im US-Bundesstaat Kalifornien wurde die Destillierungsanlage nach Firmenangaben vorübergehend geschlossen. Der Rest der Anlage produziere weiter, sagte ein Firmensprecher am Dienstag.

Knappes Benzin in den USA?

Die Anlage nahe der Stadt Los Angeles wird von der Ölfirma Tosco Corp betrieben und verarbeitet täglich rund 130.000 Barrel Erdöl. Die Raffinerie war im Februar nach Wartungsarbeiten wieder in Betrieb genommen worden. Erst vor wenigen Wochen hatten andere Zwischenfälle in Raffinerien in Großbritannien und der Karibik zu einer Verteuerung der Ölpreise geführt. Auf Grund der im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich kleineren US-Benzinvorräte fürchten Analysten, dass das Benzin in den USA während der Urlaubssaison ab Ende Mai knapp werden könnte, wenn besonders viele Menschen mit dem Auto unterwegs sind.

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