VERKEHR Weiter Streit um A7-Teilstück

Um das geplante rund 14 Kilometer lange Teilstück der Autobahn A 7 zwischen Nesselwang und Füssen im Allgäu wird weiter gestritten.

Um das geplante rund 14 Kilometer lange Teilstück der Autobahn A 7 zwischen Nesselwang und Füssen im Allgäu wird weiter gestritten. Unter dem Motto »Wer schützt uns vor dem Bund Naturschutz?« hat eine Bürgerinitiative in Nesselwang am Samstag zu einer Demonstration für den Weiterbau aufgerufen. Gleichzeitig wollen sich beide Seiten an einem Runden Tisch zusammen setzen, um mit Politikern, Anwohnern, Bürgermeistern und Umweltschützern über den bereits jahrzehntelangen Streit zu beraten.

Lärm und Gestank

»Natur- und Vogelschützer verhinderten den Bau des Teilstückes vom bisherigen Autobahnende bei Nesselwang bis zur Grenze nach Österreich aus reinen Verbandsinteressen und Prinzipienreiterei«, sagte Klaus Spieß von der Bürgerinitiative. Die Anwohner von Gemeinden wie Nesselwang und Pfronten müssten deshalb weiter unter dem Lärm und Gestank von Autos und Lastwagen leiden, die außerdem noch die Straßen in den Orten verstopften.

Wertvolle Natur

Der Bund Naturschutz (BN) und der Landesbund für Vogelschutz hatten Ende Januar beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München gegen einen entsprechenden Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Schwaben geklagt. Der BN sei bei der Planung nicht ausreichend beteiligt worden, sagte ein Verbandssprecher. Die Autobahn solle durch »eine der naturnächsten voralpinen Landschaften« führen und »unersetzbare wertvollste Natur« zerstören.

Die Auseinandersetzungen um den geplanten Weiterbau der Autobahn dauern bereits seit Mitte der 80er Jahre. Die Umweltschützer hatten wiederholt gegen die Beschlüsse der Regierung von Schwaben geklagt.


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