"All Star Cheerleader" Auspowern mit Puscheln


"All Star Cheerleader" von THQ zeigt, warum Cheerleading alles andere als ein relaxter Sport ist, macht dabei allerdings eine recht spaßige, wenn auch hässliche und nicht sonderlich ausdauernde Figur...

Sie sind der heimliche Star bei jeder US-Sport-Veranstaltung: die Cheerleader. In ihren knappen Uniformen und dank ihrer exakt einstudierten Choreografien erfüllen sie perfekt die ihnen zugedachte Rolle: das Publikum anzuheizen.

Doch steckt hinter der oftmals mit scheinbarer Leichtigkeit gebotenen Performance harte Arbeit, eisernes Training und viel Disziplin. Wie schwierig das alles ist, kann nun am eigenen Leib erfahren werden. Denn in "All Star Cheerleader" von THQ müssen mit vollem Körpereinsatz Stunts, Cheers und Chants dargestellt werden. Zwar werden dabei nicht Pompons, sondern die Wiimote und der Nunchuk wild in die Luft gestreckt, anstrengend ist das Gezappel aber allemal.

Zu Beginn des Spiels muss der angehende Cheerleader-Star von morgen jedoch erst einmal beweisen, dass er auch wirklich in die Gruppe reinpasst. Die ersten Schritte dienen dabei als Tutorial und sind schnell gemeistert. Doch steigt der Schwierigkeitsgrad im Verlauf des Spiels merklich an: Die Bewegungsfolgen, die am unteren Bildschirmrand eingeblendet werden, rattern irgendwann mit der Geschwindigkeits eines ICE auf offener Strecke durch. Zum anderen werden die Abfolgen immer komplexer. Spätestens wenn beim ersten großen Turnier eine Kettenkombination gemeistert werden muss, steht nicht nur dem virtuellen Alter Ego der Schweiß auf der Stirn.

Unangenehmer Nebeneffekt: Von den Tanzschritten, die der selbst gestylte Charakter mitsamt den Kollegen auf den Tanzmatten hinlegt, bekommt man im Eifer des Gefechts so gut wie gar nichts mit. Allerdings hat die Sache auch ihr Gutes, entpuppen sich doch bei näherer Betrachtung die Hupfdohlen als grobpixelig, spärlich texturiert und etwas lieblos animiert. Gleiches gilt auch für die Hintergründe.

Besser gelungen ist da die Musik, die fetzig rüberkommt und gut zum Szenario passt. Ein Lob muss auch den Synchronsprechern ausgesprochen werden, die den klischeehaften Texten tatsächlich etwas Glaubwürdigkeit vermitteln können. Zumindest die junge Zielgruppe dürfte ihre wahre Freude daran haben.

All Star Cheerleader

Hersteller/Vertrieb

Gorilla/THQ

Genre

Geschicklichkeit

Plattform

Nintendo DS, Wii

Preis

26-30 Euro

Altersfreigabe

o.A.

Trotz leichter Ungenauigkeiten bei einigen wenigen Moves setzt sie die Bewegungserkennung die geforderten Bewegungen zuverlässig um, was gerade bei einem Geschicklichkeits- und Reaktionsspiel wie "All Star Cheerleader" essenziell wichtig ist. Trotzdem krankt das schweißtreibende Spektakel an mangelnder Abwechslung. Kurzzeitig mag es zwar Spaß machen, die Choreografien nachzutanzen. Doch mit der Zeit langweilt die immer gleiche Abfolge der Events - egal, ob Zickenduell oder großes Turnier.

Alexander Hildebrand/Teleschau TELESCHAU

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker