"Worms: Odyssee im Weltraum" Erschlagen vom Robo-Schaf


Wenn es auf der Mattscheibe scheppert und kracht, die davor sitzenden Spieler um die Wette lachen und sich gegenseitig aufziehen, kann es sich eigentlich nur um ein Game handeln: "Worms", eines der ersten echten Party-Spiele, das nun sein Wii-Debüt gibt.

Wie all seine Vorgänger vertraut auch THQs aktueller Titel dem bewährten Spielprinzip: Bis zu vier Wii-Spieler gehen sich mit ihren jeweils drei Würmern Zug um Zug an den Kragen. Die dabei zum Einsatz kommenden Waffen haben seit dem ersten "Worms"-Game Kultstatus. Diesmal greift der Gamer unter anderem auf Sternenschlag, Kamikazegleiter und das abgefahrene Robo-Schaf zurück. Alles in allem verfügen die witzigen Wirbellosen über zehn Mittel und Wege, um sich die unliebsame Konkurrenz vom Hals zu schaffen - deutlich weniger als sonst.

Fast ebenso wichtig wie die Waffen sind die Gadgets. Mittels Jetpack erheben sich die Würmer in die Lüfte, um von hier aus schwer erreichbare Stellungen des Feindes unter Beschuss zu nehmen. Der Teleporter erlaubt es den knuffigen Kriegern, sich an eine andere Stelle des Levels zu beamen.

Die Extraportion Spielspaß bezieht "Worms" aus der Kombination von Zeitdruck und freier Zielwahl. Der Spieler, der am Zug ist, muss schnell handeln, da ihm nur wenige Sekunden zur Verfügung stehen. Warum die Entwickler jedoch ausgerechnet auf einen Online-Modus verzichtet hat, weiß wohl nur das Robo-Schaf ...

Neben der lokalen Mehrspielervariante kann sich der Gamer auch an einem Story-Modus versuchen, in dem er gegen computergesteuerte Gegner antritt. Und obwohl der Solo-Fun-Faktor nicht einmal annähernd an den Multiplayer-Spielspaß rankommt, sollten alle Gamer den Story-Modus komplett durchspielen, um sich mit dem Equipment der Würmer vertraut zu machen.

Worms: Odyssee im Weltraum

Hersteller/Vertrieb

Team 17/THQ

Genre

Action

Plattform

Wii

Preis

ca. 55 Euro

Altersfreigabe

ab 6 Jahren

Ausgezeichnet ist indes der integrierte Level-Editor, mit dessen Hilfe sich neue Schlachtfelder auf einfachste Art und Weise gestalten lassen. Überhaupt ist die Steuerung - ganz im Gegensatz zur kargen Grafik - gelungen. Abhängig von der gewählten Waffe muss der Spieler mittels Controller einen Wurf simulieren oder einen Sprengsatz auslösen. Trotz Ballerei und Bomberei ist "Worms: Odyssee im Wurmraum" hervorragend für jüngere Wii-Spieler geeignet.

Artur Hoffmann/Teleschau TELESCHAU

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