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"Enemy Territory: Quake Wars": Team-Shooter mit freier Berufswahl

Das kostenlose Online-Game "Enemy Territory" begeistert Fans seit Jahren mit abwechslungsreichen Kampagnen, verschiedenen Charakterklassen und grandiosem Teamplay. Auf diese Elemente setzt auch der Vollpreis-Nachfolger "Enemy Territory: Quake Wars". Allerdings ist alles ein bis zwei Nummern größer ...

Wie es der Titel verrät, handelt es sich bei dem Game um einen Mix aus zwei Spielen. Wie bei "Quake" stehen sich Menschen (hier "GDF" genannt) und morbide Außerirdische ("Strogg") gegenüber. Auf jeder der zwölf abwechslungsreichen Maps, die unter anderem in Afrika, Europa und Nordamerika angesiedelt sind, müssen beide Parteien bestimmte Ziele erreichen. Und hier kommt das "Enemy Territory"-Prinzip ins Spiel. Anstelle ein tumbes Online-Geballere zu veranstalten, müssen die Spieler einen deutlichen größeren Aufwand betreiben. Mal soll die GDF ein erobertes Strogg-Dimensionstor bewachen, ein anderes Mal geht's um die Zerstörung eines Forschungsreaktors.

Abwechslung kommt durch die insgesamt fünf Klassen ins Spiel. Auf Seiten der Menschen kämpfen Soldaten, Sanitäter, Techniker, Feldagenten und Geheimagenten. Die Strogg ziehen mit Aggressoren, Versorgern, Konstrukteuren, Oppressoren und Infiltratoren in die Schlacht. Jede Klasse verfügt über bestimmte Spezialfähigkeiten, die für die Erfüllung der einzelnen Levelziele unabdingbar sind. Ist etwa die mobile Einsatzzentrale defekt, müssen Techniker ausrücken, um den Karren wieder flott zu machen. Andernfalls kann ein strategisch wichtiger Punkt nicht eingenommen werden. Sanitäter flicken verletzte Soldaten wieder zusammen, Feldagenten und Oppressoren errichten dagegen Radarstationen und stationäre Geschütze. Richtig auf den ausgedehnten Schlachtfeldern platziert, können solche Elemente den Sieg sichern.

Schnell wird jedoch klar: Der Schlüssel zum Sieg führt allein über das Teamplay. Arbeiten die Soldaten einer Fraktion nicht zusammen, ist die Runde eigentlich schon verloren. Ambitionierte Clans werden ihre helle Freude an dem Game haben. Wer allerdings Pech hat, gerät in eine Partie voller Egoisten, die schnell zum planlosen Geballere wird - und das, obwohl "ETQW" eigentlich nahezu jede gelungene Aktion mit Erfahrungspunkten, Beförderung und Boni belohnt.

Streikt die Internetleitung, freuen sich Offline-Zocker über die Option, alle Maps und Spielmodi ("Kampagne", "Ziel" und "Stoppuhr") zusammen mit Bots angehen zu können. Die CPU-gesteuerten Soldaten agieren dabei überaus intelligent, sodass die Matches ein hervorragendes Trainingslager darstellen. Zumal sich hier auch alle möglichen Gefährte - vom schnellen Quad bis hin zum mächtigen Strogg-Mech - ausführlichst testen lassen.

Enemy Territory: Quake Wars

Hersteller/Vertrieb

Splash Damage/Activision

Genre

Action

Plattform

PC

Preis

ca. 50 Euro

Altersfreigabe

ab 16 Jahren

Auch wenn es bei einem Online-Teamshooter nicht so sehr auf eine makellose Optik ankommt, macht "ETQW" eine gute Figur. Vor allem das äußere Design der Schauplätze und Fahrzeuge ist ausgezeichnet. Erstaunlich, was die Entwickler von Splash Damage aus dem mittlerweile drei Jahre alten "Doom 3"-Grafikgerüst noch herausholen. Unspektakulär sind dagegen die Innenbereiche und Explosionen ausgefallen. Ausgerechnet ...

Artur Hoffmann/Teleschau / TELESCHAU
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