HOME

"Moorhuhn: Im Anflug": Wenn Federvieh Hutrache schwört...

Seit vielen Jahren begeistert das Moorhuhn bereits deutsche Gelegenheitsspieler. Nun geht "Moorhuhn im Anflug" an den Start: Der Vogel zieht in den Kampf gegen garstige Roboter.

Das Moorhuhn musste in der Vergangenheit schon einiges erdulden - und das allein zur Unterhaltung der gelangweilten PC-Anwender. In seinen Anfängen und zwischendurch immer wieder einmal neu hielt das Moorhuhn seinen langen Schnabel als lebendige Zielscheibe in die Luft: Millionen Deutsche holten das arme Huhn in der Mittagspause mit der virtuellen Schrotflinte vom Himmel. Deutlich weniger mörderisch ging es in vielen weiteren Moorhuhn-Spielen zu, die zum Kart-Fahren einluden, ein lustiges Adventure starteten oder ein Hüpf-Spektakel auf den Bildschirm holten. Das neue Moorhuhn-Spiel "Im Anflug" widmet sich wieder einem völlig neuen Genre und startet im Bereich der "Sideway Shooter" durch, die alle Freunde eines zünftigen Weltraumballerspiels so sehr schätzen.

Es droht die "Hutrache"

Bei der Mafia gibt es die Blutrache. Im neuen Moorhuhn-Spiel "Im Anflug" geht es dann doch noch etwas zahmer zur Sache. Denn hier geht es um die - Hutrache. Klar, die Rede ist von dem schönen braunen Abenteurerhut aus seltenem Einhornleder, den das Moorhuhn in seinen beiden Adventure-Spielen auf dem gefiederten Kopf trug. Das Utensil, das so ähnlich auch bei Indiana Jones auf dem akademischen Haupt zu sehen war, ist ausgerechnet von einer Gruppe außerirdischer Invasoren geklaut und ins All entführt worden. Die Aliens planen nämlich die Übernahme der Erde und haben bereits ihre fliegenden Robotertruppen losgeschickt. Das kümmert das Moorhuhn wenig. Das ergrimmte Huhn steigt einfach in seinen berühmten gelben Flieger und saust den Robotern entgegen, um "Hutrache" zu nehmen - und natürlich auch, um am Ende den eigenen Hut aus den Trümmern der Invasoren zu befreien.

Alle Roboter fliegen hoch

Das neue Spiel ist einmal mehr völlig selbsterklärend und simpel zu bedienen. Sobald der erste Level gestartet wird, knattert der Spieler in seinem kleinen Motorflugzeug von links in den ständig scrollenden Parcours hinein. Hoch über den Wolken muss der Spieler zunächst einmal aufpassen, dass er nirgends aneckt. Er darf nicht mit den fliegenden Robotern kollidieren und auch nicht gegen die grünen Bergzipfel stoßen, die manchmal von unten in den Sichtbereich hineinreichen. Ansonsten wird das eigene Flugzeug beschädigt oder ganz zerstört. Gesteuert wird das eigene Flugzeug ganz bequem und durchaus feinfühlig mit der Maus.

Zum Glück hat der Spieler gleich mehrere Leben zur Verfügung, die er im wahrsten Sinne des Wortes "verballern" kann. Schmiert der eigene Flieger ab, so kann das Moorhuhn gleich an der Stelle des Scheiterns neu in den Level durchstarten. Gut so: Das funktioniert immerhin so lange, bis auch noch das letzte Leben aufgebraucht ist. In diesem Fall bleibt nur noch der Eintrag des eigenen Namens in die Top-10-Liste des Highscores.

Moorhuhn: Im Anflug

System

ab Windows 98

Autor

Phenomedia

Sprache

Deutsch

Preis

10 Euro

Die Roboter nähern sich von rechts. Da gibt es garstige Blechkübel, die an Luftballons schweben. Andere haben einen eigenen Propeller auf dem Kopf montiert. Und wieder andere schweben auf fliegenden Fahrrädern einher. Je weiter das Moorhuhn im Spiel vorankommt, umso zahlreicher, größer, fieser und gewalttätiger werden die Roboterfeinde.

Aus allen Rohren feuern

< In den Trümmern bleiben oft genug viele kleine Power-ups zurück, die sich durch Überfliegen einsammeln und so auch gleich aktivieren lassen. Besonders wichtig sind die Power-ups, die eine Sekundärwaffe im eigenen Flieger installieren und sie auch gleich mit limitierter Munition ausstatten. Da gibt es etwa das schwere Maschinengewehr, den Raketenwerfer oder die Abwurfbombe. Die Sekundärwaffe wird im Spiel mit der rechten Maustaste ausgelöst.

Oben links im Bildschirm zeigt das Programm stets den Grad der Beschädigung an, den der eigene Flieger bislang hinnehmen musste. Um das eigene Flugzeug zu reparieren, lohnt es sich, auf die Verwandten des Moorhuhns zu schießen. Wer einen ganz normalen Vogel abschießt, findet in den zurückbleibenden Federn nämlich einen Schraubenschlüssel. Er muss durch Überfliegen eingesammelt werden, um einem drohenden Absturz vorzubeugen. Der Spieler muss außerdem auf die Tankanzeige aufpassen. Klar: In der Luft wird der Sprit stetig verbraucht. Aus diesem Grund ist ein regelmäßiges Nachtanken unbedingt erforderlich.

Vertrieb wie üblich

Die spielbare Demo, die sich kostenfrei im Internet herunterladen lässt, bietet bereits drei freie Levels an. In der Vollversion sind es dann bereits 17. Wie es Usus ist bei Phenomedia, bringt ak tronic die Vollversion auf CD für 10 Euro heraus.

Download beim Hersteller: www.moorhuhn-im-anflug.de

Carsten Scheibe
Themen in diesem Artikel