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"Moorhuhn Invasion": Hühner aus dem All

Alle Monate wieder flattert das Moorhuhn neu über den Bildschirm, um sich von frustrierten Büroangestellten über den Haufen ballern zu lassen. Jetzt hat es auch noch Verstärkung aus dem Weltraum mitgebracht.

Viele Spieler hegen bereits ein langes und zugleich äußerst destruktives Verhältnis zum armen Moorhuhn. Seit Jahren nutzen sie die wehrlosen Flattermänner, um alle ihre angestauten Büroaggressionen beim hemmungslosen Ballern loszuwerden. Schnell greifen sie in der Mittagspause zur Maus, machen daraus eine digitale Flinte und schießen in 90 Sekunden Spielzeit auf alles, was sich da träge über den Bildschirm bewegt. Zahlreiche Shooter eben dieser Machart haben die Profis von Phenomedia in den letzten Jahren bereits auf den Markt gebracht. "Moorhuhn Invasion" ist der neueste Vertreter dieses selbstgegründeten Baller-Genres.

Einmal mehr hat der Spieler anderthalb Minuten lang Zeit, um auf dem Bildschirm ein unblutiges Hühner-Gemetzel zu entfachen. Auf dem Schirm zeigt sich zunächst eine idyllische Wiesenlandschaft in 3D, die butterweich nach rechts oder links scrollt, sobald der Spieler mit der Maus an den Rand des Bildschirms stößt.

Moorhuhn Invasion

System

ab Windows 98

Anbieter

Phenomedia

Preis

10 Euro

Überall auf dem Schirm flattern wieder die klassischen nackigen Moorhühner herum. Sie lassen sich mit der Maus anvisieren und dann mit einem Klick auf die linke Maustaste umnieten. Im neuen Spiel haben die Moorhühner aber Verstärkung bekommen. Viele extraterrestrische Moorhühner aus dem All sind in ihren Ufos gelandet. Sie treiben auf dem Bildschirm allerlei rüden Schabernack. Mit seiner Flinte kann der Spieler klassische Ufos vom Himmel ballern oder aber die kleinen Huhn-Aliens über den Haufen schießen, die da in ihren hautengen lila Weltraumanzügen ein klein wenig retro aussehen.

Zeichen im Korn

Wer die Aliens nicht rechtzeitig dezimiert, muss gewisse Veränderungen an der Landschaft in Kauf nehmen. Vor allem die schwebenden UFOs sind hier die treibende Kraft allen Unsinns. Sie lasern ganze Bäume und Blumenrabatten aus der Landschaft, klauen die Spitze eines Bergs oder zeichnen geheimnisvolle Kreise ins Kornfeld. Auch wenn die Aktionen gerade nicht direkt vor den Augen des Spielers stattfinden, so bekommt er doch Wind davon: Das Spiel blendet dann eine plakative Schrift ein, auf der etwa steht: "Schon wieder ist ein Baum verschwunden".

Wie es bei allen Moorhuhn-Shootern üblich ist, reduziert sich das Spiel aber nicht alleine auf die Ballerei. Es gibt viele Rätsel und Geheimnisse im Spiel, die der Anwender nach und nach ergründen kann. Was hat es etwa mit der Kuh auf sich, die ganz rechts auf dem Spielfeld steht und die mit der Zeit ihre Musterung ändert, bis sie Werbung für einen außerirdischen Softdrink macht? Und wie beseitigt man das Alien-Huhn in der Mitte des Spielfelds, das jedem Schuss ausweicht, als wäre es Neo aus den Matrix-Filmen? Ein anderes Alien aktiviert immer dann ein leuchtendes Schutzfeld um sich herum, sobald es der Spieler zwischen Kimme und Korn anvisiert.

Wo ist die Demo?

Die XXL-Vollversion liegt ab sofort im Handel vor. Sie kann für zehn Euro gekauft oder online bei Amazon.de bestellt werden. Die Vollversion enthält das komplette Spiel in einer wunderbar peppigen Multimedia-Version mit einem krachenden Sound und vielen Extras. Natürlich würden viele Moorhuhn-Freunde das Game erst einmal ganz gerne anspielen. Erstmals gibt es aber keine XS-Version zum Herunterladen, sondern nur eine niedrig-auflösende Online-Version im Flash-Format. Sie lässt sich an dieser Stelle ausprobieren: www.moorhuhn-invasion.de. Wichtig ist hierbei nur, dass das Gewehr des Spielers in der Flash-Demo mit der Leertaste nachgeladen wird und nicht mit der rechten Maustaste.

Carsten Scheibe