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"Moorhuhn Wanted": Zieh, Fremder!

Im Wilden Westen reichte bereits ein schiefer Blick von der Seite aus - und schon wurde man von einem Fremden zum Pistolenduell auf Leben und Tod gefordert. Im neuen Moorhuhn-Shooter "Moorhuhn Wanted" darf der Spieler selbst herausfinden, ob er schneller zieht als ein ergrimmtes Desperado-Huhn.

Das Moorhuhn schießt zurück. Nach zahlreichen Spielen, in denen das Huhn immer nur passiv abgeschossen wurde, läuft den Vögeln die Galle über. Ausgerechnet im Wilden Wesen haben sie sich den Pistolengürtel umgeschnallt und den megacoolen Cowboyhut aufgesetzt. Wer der Meinung ist, es mit einem solch aufgeblasenen Flattermann aufnehmen zu können, der aktiviert einfach den Spielemodus "High Huhn" in der kostenlosen XS-Version von "Moorhuhn Wanted".

Showdown in Huhn City

In diesem Spielemodus zeigt der Bildschirm eine staubige Straße mitten in Huhn City. Ein grüner Kaktus ist im Hintergrund zu sehen, ein vorbereiteter Holzsarg lehnt bereits an ein paar Steinen, und auch der Prototyp eines Saloons ist mit im Bild zu sehen. Der Spieler sollte seinen Blick freilich auf das Moorhuhn fixieren, das da breitbeinig über den Schirm watschelt. Ein bitterböser Blick bohrt sich aus den coolen Moorhuhn-Augen in die Augen des zittrigen Spielers. Besser ist es nun, wenn der Spieler noch einmal tief durchatmet und sich beruhigt. Denn kommt es gleich zum Duell auf Leben und Tod, so sind in erster Linie gute Nerven gefragt.

Moorhuhn Wanted 1.0 XS

System

ab Windows 98

Autor

Phenomedia

Sprache

Deutsch

Preis

Freeware

Dateigröße

15 MB

Ist das Duell freigegeben, so verschwindet zunächst der Mauszeiger vom Bildschirm. Er taucht kurz darauf in einem runden Pistolensymbol am unteren rechten Fensterrand wieder auf. Der Spieler muss nun die Revolverhand des Desperado-Huhns beobachten. Sie schwebt eine Hand breit über der noch im Holster steckenden Waffe. Erst wenn sich die Hühnerhand senkt, darf der Spieler seine eigene Waffe "ziehen" und schießen. Zieht er seine Knarre allerdings zuerst, weil er den Mauszeiger aus dem Pistolen-Kreis hinaus bewegt, so hat der Spieler das Duell bereits verloren und wird über den Haufen geschossen.

Der Gürtel sollte zuerst dran glauben

Das Moorhuhn ist verflixt schnell. Oft genug bekommt der Spieler die Kugel ab, bevor er auch nur seine Pistole in die richtige Richtung halten kann. Zum Glück verfügt er aber gleich über drei Leben, darf also mindestens zu drei Duellen antreten. Hat der Moorhuhn-Killer den Bogen erst einmal raus, so muss er aufpassen, das Huhn nicht sofort über den Haufen zu ballern. Denn das bringt ihm zwar ein paar Punkte ein, beendet das Duell aber sofort. Besser ist es, dem Huhn zunächst nur den Gürtel abzuschießen. Während sich das 3D-animierte Flattervieh bückt, um den Gürtel wieder aufzuheben, hat der Spieler Gelegenheit dazu, ein paar im Hintergrund flatternde Hühner abzuschießen oder weitere Hotspots im Szenario zu finden, die bei einem Treffer noch mehr Punkte spendieren. Nur so ist es möglich, sich nach dem Ende des Spiels mit einem möglichst hohen Punktestand im Highscore zu verewigen.

Wer noch mehr Moorhuhn ausprobieren möchte, besorgt sich die XXL-Version von "Moorhuhn Wanted", die für zehn Euro auf CD angeboten wird. Hier gibt es in gewohnter Tradition eine scrollende Baller-Kulisse, in der auf alle Hühner geschossen werden darf, die über den Schirm flattern. Neu ist, dass das Spiel gleich drei Levels anbietet, die der Spieler nacheinander erkunden kann. Viele verborgene Rätsel sorgen in alter Tradition dafür, dass der neue Moorhuhn-Shooter nicht so schnell langweilig wird.

Download beim Hersteller: www.moorhuhn-wanted.de

Carsten Scheibe
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