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Fiese Cyberwaffe Eingesteckt, Rechner tot: Russe erfindet Killer-USB-Stick

USB Killer 2.0
So sieht der Killer-USB-Stick von innen aus
© habrahabr.ru/Youtube/Dark Purple
Er sieht aus wie ein harmloser Speicher-Stick, doch in Wirklichkeit handelt es sich um eine Cyberwaffe: Ein Russe hat einen USB-Stick entwickelt, der angeblich jeden Laptop schrotten kann. So funktioniert die Waffe für den USB-Port.

Dass man einen fremden USB-Stick nicht einfach unbedacht in den eigenen Rechner stecken soll, dürfte eigentlich jeder wissen. Vor allem im Büro herrscht dann Alarmstufe Rot: Auf dem kleinen Speicherriegel könnte nicht nur ein fieser Virus stecken, sondern auch ein Trojaner, der geheime Daten des Arbeitgebers ausspioniert.

Wie das Video eines russischen Tüftlers zeigt, ist der Datenverlust in Zukunft nicht das größte Problem. Der Hacker nennt sich "Dark Purple" und hat einen USB-Stick entwickelt, der angeblich gleich den gesamten Laptop schrottet. Der Notebook-Killer ist so groß wie ein Feuerzeug und sieht aus wie ein handelsüblicher USB-Stick. In einem kurzen Video steckt der Russen-Hacker den Stick in den USB-Port eines IBM-Laptops, kurz darauf geht das Display des Geräts abrupt aus. Danach demonstriert Dark Purple , dass sich der Computer anschließend nicht mehr einschalten lässt.

So funktioniert der "USB Killer 2.0"

Um den Rechner zu zerstören, nutzt der modifizierte UBS-Stick den Strom, den der Laptop zum Laden von Geräten über den USB-Port bereitstellt. Zunächst sammelt der Stick in mehreren, in Reihe geschalteten Kondensatoren den Strom. Sind alle Kondensatoren geladen, ist eine Gesamtspannung von 220 Volt erreicht, erklärt der russische Hacker in einem Blogbeitrag. Die wird dann auf die Datenleitung des USB-Steckers gejagt. Dieser Vorgang wird  solange wiederholt, bis die empfindlichen Bauteile auf der Platine von den Spannungsspitzen zerstört sind.

Ob der USB-Killer so wie beschrieben wirklich funktioniert, ist fraglich. Zum einen haben viele Notebooks einen Überspannungsschutz an den USB-Anschlüssen. Allerdings ist nicht ganz klar, ob auch die Datenleitungen der Ports abgesichert sind. Zweitens darf bezweifelt werden, dass elf Mini-Kondensatoren ausreichend sind, um wichtige Komponenten wie Festplatten, den Prozessor oder das Mainboard zu schrotten - oder ob nur der USB-Port in Mitleidenschaft gezogen wird.

Mit Details hält sich der Erfinder des Killer-Sticks bedeckt, um Nachahmer abzuhalten, erklärt er. 


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