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"Warhawk": Online only

Obwohl "Warhawk" während der Entwicklung viele Federn lassen musste, ist das Multiplayer-Game immer noch flugtauglich. Der Titel verspricht schnelle Action, wenngleich auch nur online.

Eine Warnung vorweg: Eine Solo-Kampagne gibt es nicht. Der Kriegsfalke musste während seiner langen Entwicklungsphase offenbar kräftig Federn lassen und hebt nur noch online oder im Netzwerk ab. Auch die Hintergrundgeschichte scheint dem Rotstrich zum Opfer gefallen zu sein. Warum sich hier zwei Parteien bekriegen, ist unklar - und spielt auch keine sonderlich große Rolle. Fakt ist: Sie tun es. Und sie setzen dabei auf Fußsoldaten, Panzer, stationäre Geschütze und schnelle Jäger. Letztere lassen sich auf Wunsch auf mit den Sixaxis-Sensoren des PS3-Pads steuern, was während der Dogfights erstaunlich gut funktioniert.

Wie die "Battlefield"-Reihe auf dem PC ist "Warhawk" auf schnelles, unkompliziertes Online-Gaming mit bis zu 32 Spielern ausgelegt. Laufen, schießen, fliegen, hier ein Medipack auflesen, da aufmunitionieren, dort einen Kontrollpunkt einnehmen - große Taktiktaten werden "Warhawk"-Spielern nicht abverlangt. Ein Tutorial sucht man jedenfalls vergebens, was angesichts der wechselnden Tastenbelegungen allerdings vonnöten gewesen wäre. Stattdessen gilt das Motto: "Learning by Doing" lautet.

Die fünf anpassungsfähigen Karten sind bei Vollbelegung ebenso groß wie abwechslungsreich gestaltet, lange Wartezeiten bei der Serverzuweisung gibt es nicht. Neben dem klassischen "Deathmatch" warten zudem "Capture the Flag"- und "Zone"-Modi, in denen Teamplay gefragt ist. Besonders erfolgreiche Schützen und Piloten werden mit Medaillen ausgezeichnet und steigen in der Online-Hierachie auf.

Warhawk

Hersteller/Vertrieb

Sony/Sony

Genre

Action

Plattform

PlayStation3

Preis

ca. 60 Euro

Altersfreigabe

ab 16 Jahren

Einen Grafikorden bekommt "Warhawk" zwar nicht verliehen. Dennoch überzeugt die 3-D-Engine durch enorme Weitsicht und stabile Bildwiederholungsraten - selbst wenn auf den Schlachtfeldern Hochbetrieb herrscht. Auch die Musik- und Sounduntermalung kann sich hören lassen. Nur am Umfang krankt es. Eine Handvoll Karten, kein Solo-Modus - ein bisschen wenig für 30 Euro. Aber selbst dieses Problem könnte Sony mit weiteren, kostenlos downloadbaren Maps schnell aus der Welt schaffen.

Bernd Fetsch/Teleschau / TELESCHAU
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