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"Wario Ware: Smooth Moves": Wiitzigkeit kennt keine Grenzen

Schräg, simpel, lustig: Mit "Wario Ware" macht man sich gerne zum Deppen.

GBA-, NDS- und GameCube-Besitzer kennen Warios skurrilen Minispiel-Wahnsinn bereits zur Genüge: Mehrfach lud der böse Cousin von Kultklempner Mario schon zu allerlei hektischen Reaktions- und Geschicklichkeitsspielchen ein. Nun also kommt die nicht minder abgedrehte Wii-Version auf den Markt und mit ihr die Erkenntnis, dass es nicht immer einer spannenden Geschichte, eines gigantischen Umfangs und einer bombastischen Grafik bedarf. "Wario Ware" besitzt nichts von alledem und macht dennoch Spaß.

Für alle Neugierigen, die noch nie mit "Wario Ware" Kontakt hatten, sei das ebenso simple wie unterhaltsame Prinzip der schrillen Nintendo-Spinnerei noch einmal kurz erklärt: Der Spieler muss innerhalb von wenigen Sekunden eine Reihe von Mini-Herausforderung meistern. Mal soll ein Besen balanciert werden, dann einer Oma das Gebiss in den Mund geschoben oder kräftig in der Nase gebohrt werden. Weit über 200 dieser schlichten, zufällig ausgewählten Denk- und Geschicklichkeitsaufgaben warten darauf, im Rahmen kleiner Geschichten gelöst zu werden. Die Folge: Stress der angenehmen Sorte.

Größter Gag bei "Wario Ware: Smooth Moves" ist neben den zahlreichen Anleihen aus anderen Nintendo-Games wie "Animal Crossing", "Mario" oder "Nintendogs" aber die Steuerung. Ein witziges Kerlchen informiert in herrlich ironischer Art und Weise darüber, wie der Wii-Controller in den Disziplinen zu verwenden ist. Bei der Variante "Kellner" etwa wird die Fernbedienung auf die flache Hand gelegt, beim "Irokesen" über dem Kopf gehalten. Den "Elefanten" kann man sich denken ... Knapp 20 Einsatzmöglichkeiten dieser Art gibt, die jedoch eines gemein haben: Man sieht dabei immer saudoof aus. Macht aber nichts, denn in geselliger Runde muss schließlich jeder mal ran.

Wario Ware: Smooth Moves

Hersteller/Vertrieb

Nintendo/Nintendo

Genre

Geschicklichkeit

Plattform

Wii

Preis

ca. 50 Euro

Altersfreigabe

ab 6 Jahren

Völlig unverständlich: "Wario Ware" muss erst im Alleingang durchgezockt werden, ehe der Mehrspieler-Modus freigeschaltet wird - die eigentliche Bestimmung des Games. Denn richtig ulkig wird's erst, wenn sich zwei, vier oder gar zwölf Zocker die Wiimote wie einen Staffelstab weiterreichen und sich vor dem Fernseher zum Affen machen. Gleichzeitiges Zocken ist leider nicht möglich, was schade ist: Beim GameCube-Vorgänger ließ sich immerhin per Knopfdruck die freie Sicht des Konkurrenten aufs Spielgeschehen schmälern oder dessen Controller zum Vibrieren bringen ...

Gerd Hilber/Teleschau / TELESCHAU
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