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25 Jahre Windows: Geliebt, gehasst, allgegenwärtig

Das Betriebssystem Windows gehört zu den tragenden Säulen für den Geschäftserfolg von Microsoft und hat Unternehmensgründer Bill Gates zu einem der reichsten Männer der Welt gemacht. Vor 25 Jahren begann mit Windows 1.0 für Microsoft ein Wettlauf gegen die Zeit.

Der Siegeszug des Personal Computers in die Haushalte weltweit hat vor 25 Jahren ihren Anfang genommen, und eine einfache Software ebnete ihm dabei den Weg. Am 20. November 1985 veröffentlichte die damals noch kleine Softwarefirma Microsoft mit Windows 1.0 die erste grafische Benutzeroberfläche für ihr Betriebssystem MS-DOS. Zunächst nur als Erweiterung des Betriebssystem programmiert, legte Windows den Grundstein für eine fast beispiellose Erfolgsgeschichte. Anwendungen auf MS-DOS-Rechnern ließen sich endlich mit der Maus bedienen und machten die grauen Kisten damit auch für private Verbraucher attraktiv.

Auch heute noch ist Windows eine der tragenden Säulen des Geschäfts von Microsoft und die "Cash cow" des Unternehmens. Mit Windows macht Softwarekonzern heute rund ein Drittel seines Milliardenumsatz und erzielt damit zwei Drittel seines Gewinns. Weit mehr als 90 Prozent aller Computer weltweit laufen mit einer der verschiedenen Windows-Versionen.

Wettlauf um die Maus

Um die erste grafische Oberfläche für die Benutzung von Computern entbrannte vor 25 Jahren allerdings zunächst ein Wettlauf um die Zeit. Damals wurden PCs in der Regel von Unternehmen eingesetzt. Bill Gates wurde schnell klar, dass eine grafische Oberfläche (graphic user interface, GUI) notwendig sein würde, damit der Computer eines Tages auf jedem Schreibtisch seinen Platz finden wird.

Unter Microsofts erstem Betriebssystem MS-DOS mussten die Anwender schon über gewisses technisches Know-how verfügen, um den Rechner bedienen zu können. Grundkenntnisse in der Programmiersprache Basic waren von Vorteil. Die erste Version von Windows hatte allerdings noch recht wenig Ähnlichkeit mit den grafischen Oberflächen, wie sie heute längst gang und gäbe sind. Die Software war sperrig, langsam und wurde von nur wenigen Anwendungen überhaupt unterstützt. Wollte man ein kleines Programm wie den Taschenrechner starten, musste die dafür nötige ausführbare Datei (calc.exe) erst in den Tiefen des Betriebssystems gesucht und in der Befehlszeile gestartet werden.

Die zu Beginn noch meist rudimentäre grafische Oberfläche war damals revolutionär ­ eine Idee von Microsoft war sie allerdings nicht. So hatte Apple-Gründer Steve Jobs bereits zwei Jahre zuvor, 1983, mit dem "Apple Lisa" einen der ersten Computer mit grafischer Oberfläche auf den Markt gebracht. Das Gerät war jedoch teuer und sprach schon deshalb nur einen kleinen Kreis von Computer- Enthusiasten an. Doch die Richtung war vorgegeben, der Wettlauf begann.

Jobs und die Programmierer bei Apple hatten sich bei ihrer Entwicklung der GUI von der Arbeit am legendären kalifornischen Forschungszentrum Xerox Parc inspirieren lassen. Dort wurde die Idee einer grafischen Benutzeroberfläche für Computer geboren. Bereits in den 70er Jahren entstand dort der "Xerox Alto" für Forschungszwecke. Xerox hatte allerdings frühzeitig aufgegeben, nachdem 1981 der "Xerox Star" als erster kommerzieller Rechner des Unternehmens floppte.

Frühzeitig Aufmerksamkeit erzeugt

Durch Apple unter Zugzwang geraten, kündigte Gates im November 1983 auf der Computermesse Comdex in Las Vegas sein Windows 1.0 an - noch lange bevor die Software überhaupt fertig war. Als Anekdote ist überliefert, dass Gates' Vater bei seinem Vortrag am Diaprojektor stand. Fast zwei Jahre brauchte Microsoft dann aber noch, bis Windows in der ersten Version auf den Markt kam. In der Zwischenzeit hatte Apple den ersten Macintosh-Rechner fertig.

Gates nahm sich für Windows unverhohlen die Oberfläche von Apples Macintosh zum Vorbild. Apples Anwälte konnte er sich eine zeitlang vom Hals halten, da er für Apple dringend benötigte Mac-Anwendungen lieferte. Als Microsoft Anfang 1988 mit dem nächsten größeren Versionssprung Windows 2.03 an die Öffentlichkeit ging, verklagte Apple seinen Rivalen wegen Verstoßes des Urheberrechtes. Den über Jahre erbittert geführten Rechtsstreit verlor Apple schließlich 1994 - auch weil Apple sich in den 80er Jahren bei Xerox bedient hatte.

Die Beziehung zwischen Apple und Microsoft normalisierte sich erst wieder im Sommer 1997, als der zu Apple zurückgekehrte Steve Jobs die Hilfe von Microsoft in Anspruch nahm, um das in Schwierigkeiten geratene Unternehmen wieder profitabel zu machen. Apple nahm seinen Kontrahenten und dessen "Kopierleidenschaft" aber auch Jahre später noch zum Beispiel in ironisch fingierten Werbeanzeigen aufs Korn.

Der Erfolg kam erst nach Jahren

Zum Start von Windows 1.0 gab es weltweit lediglich sechs Millionen Personal Computer. Erst rund fünf Jahre später, im Jahr 1990, gelang dem Software-Entwickler aus Redmond ein erster Erfolg mit Windows 3.0. Den endgültigen Durchbruch bescherte dem Unternehmen weitere fünf Jahre später Windows 95.

Unter Windows 95 ließen sich Peripheriegeräte wie Drucker deutlich einfacher anschließen und in Betrieb nehmen. Ohne umständliche Installation von Treibersoftware kam der Nutzer aber dennoch nur selten aus. Und erstmals kommt Windows auch mit einem virtuellen Papierkorb auf der Schreibtischoberfläche daher ­ ein Icon, das Macintosh-Nutzer der ersten Stunde längst kennen. Auch eine Verbindung zum Internet gab es zum ersten Mal. Über den Internet Explorer führte der Weg - über ein Update - zu den Online-Diensten und dem World Wide Web.

Seit rund einem Jahr ist inzwischen Microsofts brandneues Betriebssystem Windows 7 auf dem Markt. Nach dem äußerst mäßigen Erfolg des Vorgängers Vista will Microsoft mit Windows 7 wieder durchstarten. Inzwischen hat das Unternehmen 240 Millionen Exemplare verkauft. Branchenbeobachter sehen allerdings schon das Ende der Ära des Personal Computers durch immer leistungsfähigere Smartphones, Apples neuem iPad und viele andere mobile Internetgeräten längst eingeläutet.

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Renate Grimming, DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.